Aeronova Tischtennis

Alles über Hölzer mit Carbon- oder Kevlarschichten

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4olaf
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Re: Aeronova Tischtennis

Beitrag von 4olaf »

Neros hat geschrieben: Sonntag 17. Mai 2026, 14:33 Steht doch im Titel: XIOM Belag Vega Europe Hybrid
okay, habe das H überlesen...
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Neros
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Re: Aeronova Tischtennis

Beitrag von Neros »

4olaf hat geschrieben: Montag 11. Mai 2026, 22:40 Ich habe heute auch ein Aeronova Holz zum Testen bekommen - direkt Beläge drauf geklebt, erster Test an Ballmaschine, dann heute abend beim Training. Leider war heute nicht so viel los, Nachsaison halt - konnte gegen einen ehemaligen Regionalliga Spieler spielen (hat aber heute auch nur noch Landesliga Niveau auf Grund von körperlichen Gebrechen) und einen jungen Verbandsliga Spieler. Ich denke, die Woche schaffe ich auf Grund des Feiertags nicht mehr zum Training, weitere Eindrücke gerne dann nächste Woche.

Hier nun der erste Eindruck - ich versuche so objektiv wie möglich zu sein und als Vergleich sehe ich da meine Erfahrung mit Re-Impact Hölzern aller Art sowie klassischen Hölzern (ohne Kunstfaser). Testholz hat die Bezeichnung "JANUS 5+1" und hat einen dünnen Balsa Kern, wobei auf der VH Seite in innerforce Carbon Schicht ist (also die Carbonfaser direkt nach dem Kern und dann erst die beiden weitere Furniere).

Die Verarbeitung ist qualitativ hochwertig, der Griff wirkt auf den ersten Blick einzigartig und liegt fast perfekt in der Hand, ein erster Ballkontakt ohne Belag - klingt schon relativ dumpf und dämpfend. Dann ist da noch ne kleine Box dabei, dachte zuerst an ein schönes Geschenk, nein - es waren Gewichte. Ach, stimmt...mann kann per Magnet hinten am Griff mit verschiedenen Einsätzen das Gewicht am Griff erhöhen. Die Box selbst wie auch die Einsätze sind alle im 3D Drucker erstellt und macht bei einer Kleinserie sicherlich auch Sinn - passen aber einwandfrei in der Öffnung, da wackelt und stört auch nix. Habe mich erst mal für 2g nur entschieden, denke aber auch ohne einen Einsatz, dass das Gewicht (mag gerne etwas kopflastigere Hölzer) okay ist. Aber die Idee ist eigentlich super, gerade bei schwereren Belägen und eine zu starke Kopflastigkeit kann man so ideal das ausgleichen und ein Gleichgewicht wieder herstellen.

Nun an den Ballroboter einen ersten Test - hier hat man schon gemerkt - ups...viel Power hat das Holz irgendwie nicht - alle Gegentopspin kamen an, aber sehr "gemütlich" und wenn man da nicht schon richtig "geschlagen" hat, kamen sie selbst mit meinem relativ schnellen Acuda S1 Turbo auf der VH immer noch sehr gemäßig übers Netz. Kein richtiger Wums, aber Kontrolle pur. Auf der RH ein etwas anderes Bild, man merkt hier einen Unterschied im Ballabsprung auf Topspin (ist relativ hoch wieder rausgesprungen), auf Unterschnitt aber sowas von genial flach und sicher - schon etwas ungewöhnlich, aber okay...mehr konnte man zum Spielen gegen einen Roboter erst mal nicht sagen. Kaum Fehler, kaum heftiges Tempo, Kontrolle sehr hoch und Spin - ja, aber kann ich noch nicht so deuten.

Was ich hingegen deuten konnte ist - der Griff - ohje, das ist gar nichts für mich. Er fühlt sich super an, ABER - nach nur 15 Minuten hatte ich ein unangenehmes Gefühl in der Hand und empfand den Griff als störend. Woran lag es? Die Ringe und der Leeraum dazwischen haben Abdrücke auf meiner Innenhandfläche schon hinterlassen. Und genau diese Hin- und Herbewegung hat leichtes Jucken und Hautirritation hervorgerufen. Also es sind keine scharfen Kannten oder so, aber dennoch hat sich meine Haut in die Schlitze gedrückt und dann bei Bewegung diesen Reiz erzeugt. Also - erst mal ein Griffband genommen und drumherumgewickelt - Ergebnis, besser - jetzt kann ich damit auch spielen.

Jetzt zum Test in der Halle - Spieler 1, gewinnt eigentlich gegen mein Spiel selten, immer öfters mal knapp mit 1-2 Sätzen gewinne ich (dieser ehemalige Regionalliga, jetzt nur noch Landesliga Niveau Spieler). Beim Einkontern auch gemerkt - super kontrolliert, aber schnell ist anders. Man merkt auch immer noch den leicht gedämpften Aufprall und dass ich natürlich sehr die Re-Impact Hölzer gewohnt bin mit dem Griff und das Feedback im Griff. Das war hier nicht gegeben, also nicht besonders, aber auch nicht besonders negativ. Zwar schon einen Unterschied, aber durchaus fühlt sich alles immer noch gut an, vor allem auch durch die Griff-Form, die ist wirklich angenehm auch.

Also - sehr lange Ballkontaktzeit, kein Balsa Effekt, Tempo eher moderat, Spin auch nicht übertrieben, aber okay - muss es anscheinend auch nicht sein, weil im Spiel hat sich ein ganz anderes Bild gezeigt. Egal was für eine Angabe gemacht wurde - kein Problem, egal was für einen Ball mein Gegner gespielt hat - kein Problem. Ich konnte fast auf jeden Ball mit dem Schläger eine Antwort geben, mal platziert mit Winkel, mal mit Topspin angezogen (auch relativ langsam, aber einfach nur sicher - egal ob auf Unterschnitt ein Flip oder auf Topspin mit einem Gegentopspin), mal mit Unterschnitt kurz gehalten. Das Spielverhalten ist linear, aber immer das Gefühl, dass der Ball nie verhungert, sondern einfach nur kurz hinterm Netz zurückgespielt. Das ganz große Plus ist aber das Blockverhalten insgesamt. Da kann kommen was will, jeder Ball konnte so überraschend immer zurückgegeben werden, bis man dann mit der VH einen Topspin zum Ende zieht. Beim Topspin nach oben, sehr gefühlvoll und langsam - Topspin nach vorne gezogen, er kommt flach und schnell. Hier habe ich dann auf einmal viel mehr Tempo reinbekommen, weil ich gewohnt war, mehr nach oben zu ziehen. Nein, nach vorne und schwupps bekommt der Ball eine ordentliche Beschleunigung.

Dadurch, dass das Holz relativ langsam bzw. wenig Katapult aufweist, sind die Angaben auch nicht extrem schnell. Also schnelle Überraschungsaufschläge gelangen mir nicht und auch direkte Punkte waren eher seltener. Aber - die Platzierung war Angabe zu Angabe sicherer zu steuern, da konnte man auch mal genau auf den Wechselpunkt aufschlagen und auch mal kräftiger in den Ball gehen ohne Angst zu haben, dass er im Netz hängen bleibt oder hinten raus läuft. In der Halbdistanz Topspin waren wie erwartet nicht super schnell - aber die Punkte habe ich auch hier durch Platzierung und Spin erreicht. Der Hammer waren aber die Unterschnittbälle mit der RH, ich konnte da teilweise so "reingehen", dass die Bälle schnurgerade beim Gegner mit Spin und sehr eklig (und lang) zurück gingen und er auch nicht mehr die Zeit hatte, sie anzuziehen. Und was mir aufgefallen ist - je mehr der Gegner mit Spin gearbeitet hat, umso einfacher war es, ihm den Spin zurückzugeben und damit selbst unter Druck zu setzen. Hat er aber mal mit weniger Spin z.B. aufgeschlagen, konnte ich sofort mit der RH kontern und den Punkt machen.

Das ganze Spiel ist schon leicht anders aufgebaut, Kontrolle super, Block einzigartig gut, Topspins nur noch kontrolliert. Richtig lange und gute Ballwechsel waren gar nicht dabei, weil das Verteilen über winkelhaftes Spiel haben vollkommen ausgereicht. Wo ich früher immer nur mit 1/2 Sätze Vorsprung gewonnen hatte, ging es heute mit 6:0 klar aus, er hat gesagt, macht keinen Sinn, er ist heute nicht in Form (und ich dachte - okay, für das erste mal mit dem Holz dennoch nicht schlecht, egal, ob er jetzt schlecht war oder ich damit einfach nur gut?)

Okay, dann den zweiten Jungspieler, Verbandsliga NRW, mal gewinne ich, mal verliere ich, sind immer knappe Spiele, aber er extrem offensiv mit viel Topspin Angriffen über VH wie sowohl RH. Und hier kamen schon richtig lange Ballwechsel zustande, die ich vorher nie hatte. Meistens waren nach 1 oder 2 heftigen Topspins von ihm der Ballwechsel vorbei, meistens für ihn ein Punkt, manchmal für mich, wenn er "verhaut". Heute ein ganz anderes Spiel - das Holz hat ihn wirklich totgeblockt. Egal, wie hart er gezogen hat, mit Sidespin oder feste - das Holz hat fast jeden Ball komplett entschärft, ich konnte in 8/10 Fällen den Ball immer wieder auf die Platte bringen und nicht nur das, auch so platziert zurückspielen, dass er im Wechsel das Timing verloren hat. Da gingen öfters mal 10 oder mehr Topspin Duelle von ihm, wo ich meistens vorne an der Platte nur noch verteilt hatte. Musste er dann doch in die Defensive, konnte ich mit einem - wie gesagt, NIE schnellen - gezielten Topspin den Punkt machen. Und auch hier wieder, die RH hat fast jede Angabe von ihm so sicher zurückgebracht, ich dachte schon, ich würde mit Noppen spielen. Es war mir sowas von egal, was er da für einen Spin reingemacht hatte, entweder konnte ich direkt kontern und ihn in Bedrängnis setzen oder mit einem leichten Schupf ihm die komplette Suppe zurückgeben. Und erstaunlich, sehr sehr wenig Fehler nur bei der Annahme gemacht.

Ich bin wirklich erstaunt gewesen, wie sehr ich ihn kontrollieren konnte ohne Unsicherheit zu verspüren. Er hat nachher nur noch resigniert zugestimmt, ich komme nicht durch einfach. Letztendlich habe ich dann 7:3 in Sätzen gegen ihn gewonnen.

Klar, das sind jetzt alles "nur" Testspiele und es sind jetzt nur 2 Spielertypen gewesen. Ich weiß nicht, wie das z.B. bei Materialspieler später mal sich gibt bzw. auch bei ebenfalls sehr sicheren Spielern. Das werde ich alles noch testen. Aber der heutige Tag hat mir diesen Eindruck gezeigt:

- Holz top verarbeitet
- Griff leider nicht für mich geeignet, vor allem wegen Haut-Reizungen durch die Schlitze, also Griffband nutzen
- Gewichtsveränderung sehr innovativ - aber für mich reicht wohl eine "normale" Füllung
- Tempo 6/10, Spin 7/10, Kontrolle 10/10
- VH leicht schneller und flacher, RH langsamer, aber gerade im Unterschnitt großartig
- Schwächen: Topspin aus Halbdistanz, schnelle Konterbälle und Angaben, etwas steifes, dumpfes Gefühl
- Stärke: Mega Blockverhalten, Kontrolle in allen Schlägen am Maximum, Griff-Form sehr angenehm und Gewicht passt perfekt, keine Vibration im Griff

Ich hatte vorm Holzbau gesagt, dass mein Spielverhalten besonders das Blocken/Verteilen und der sichere Topspin mit Schnitt/Platzierung ist und zu 70 bis 80% sehr rückhandlastig. Und genau das ist dabei herausgekommen, ein Top Blockholz mit Allround Angriffsmöglichkeiten.

Ich bin aktuell sehr angetan - auch wenn es negative Aspekte gibt (wie die Einschnitte im Griff und auch das Feedback in der Hand), ist das Spielverhalten so sehr genau das, was ich als überragend "richtig" empfinde. ABER - ich muss erst noch andere Testspiele durchlaufen, um auch eventuell den einen oder anderen Spielertypen zu finden, wo das Holz vielleicht sogar kontraproduktiv sein könnte. Aktuell sprechen die Ergebnisse heute aber für sich und mein erster, sehr positiver Eindruck.
@Olaf - in welcher Dicke hast Du den Acuda gespielt? Wie stehst Du dem Thema Hybrid Beläge gegenüber?
4olaf
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Re: Aeronova Tischtennis

Beitrag von 4olaf »

steht in meinem Profil, spiele 2.0 und das reicht vollkommen aus. Es gibt bestimmte "Wohlfühlbeläge", u.a. der Xiom Omega und auch der Acuda S1 Turbo. Da die anderen Xiom Beläge nicht ansatzweise an die Omega Serie herankamen, interessiert mich auch der Vega H nicht so sehr. Hybrrid Beläge sind ja nichts neues, die ganzen DHS Serien mit Neo und und 3-xx Beläge sind ja so aufgebaut, dass sie sich von ihrem alten, betonharten Chinaschwämmen sich verabschiedet haben. Aber ich halte gerade für mein RH Spiel einen Tensor Schwamm für nicht so erfolgsversprechend (deswegen spiele ich da nur den 3-60er Skyline) und für die VH ist der Turbo trotz seines Alters immer noch erstklassig gut. Nur auf dem Testholz hat er keine Power mehr gehabt aus der Halbdistanz, da war es sehr schwer Druck reinzubekommen. Da würde 2.2mm/max auch nicht helfen.

Ich denke eher, dass der Allround Aufbau mit der Carbonschicht zu wenig Flexibilität hat und der Tensor dann nicht genug kraft entwickelt.
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Re: Aeronova Tischtennis

Beitrag von Neros »

4olaf hat geschrieben: Sonntag 17. Mai 2026, 16:41 steht in meinem Profil, spiele 2.0 und das reicht vollkommen aus. Es gibt bestimmte "Wohlfühlbeläge", u.a. der Xiom Omega und auch der Acuda S1 Turbo. Da die anderen Xiom Beläge nicht ansatzweise an die Omega Serie herankamen, interessiert mich auch der Vega H nicht so sehr. Hybrrid Beläge sind ja nichts neues, die ganzen DHS Serien mit Neo und und 3-xx Beläge sind ja so aufgebaut, dass sie sich von ihrem alten, betonharten Chinaschwämmen sich verabschiedet haben. Aber ich halte gerade für mein RH Spiel einen Tensor Schwamm für nicht so erfolgsversprechend (deswegen spiele ich da nur den 3-60er Skyline) und für die VH ist der Turbo trotz seines Alters immer noch erstklassig gut. Nur auf dem Testholz hat er keine Power mehr gehabt aus der Halbdistanz, da war es sehr schwer Druck reinzubekommen. Da würde 2.2mm/max auch nicht helfen.

Ich denke eher, dass der Allround Aufbau mit der Carbonschicht zu wenig Flexibilität hat und der Tensor dann nicht genug kraft entwickelt.
Was wäre hier deine Empfehlung für dieses Holz? Meiner Meinung nach kommt es darauf an was und wie man spielen möchte. Wie meinst Du das das der Tensor nicht genügend Kraft entwickelt? Liegt es nicht an einem selbst an der eigenen Athletik zu arbeiten und das als Anreiz zu nutzen?
Ich formuliere es bewusst etwas polarisierend um zum Austausch anzuregen.
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Re: Aeronova Tischtennis

Beitrag von 4olaf »

nein, gehst du von china belägen oder nicht tensor belägen, dann kann dein einwand sicherlich richtig sein. ein tensor belag hatte aber immer die aufgabe, das frischkleben zu ersetzen und somit mehr dynamik zu erzeugen - sowohl im tempo wie auch im spinverhalten. und genau hier hat das holz seine grenzen weil es sehr schwer ist hiermit aus der halbdistanz powervoll zu spielen. das liegt an der grundausrichtung vom holz und hier liegt das augenmerk eher auf das block/konter spielverhalten (da ist eher kontrolle ausschlaggebend als impuls/dynamik) und auch im passiven wie aktiven unterschnitt ist es (fast) perfekt. aber sobald es auf distanz geht, ähnelt es sehr stark einem abwehrholz. und der acuda s1 turbo ist mit sicherheit kein langsamer belag. mit herrkömmlichen nicht-tensoren wie alte mark v belägen dürfte das holz nicht mehr gut harmonieren, weil es dann wirklich nur noch ein reines kraftspiel wird. das zeigt sich auch im allgemeinen dämpfenden spielverhalten - du kannst nun mal nicht alles haben, keine eierlegende wollmilchsau. hier geht mein holz ganz klar in richtung allround (VH) bis defensive- (RH) - mit all den vor- und nachteilen halt.
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Re: Aeronova Tischtennis

Beitrag von 4olaf »

Also heute noch mal eine zweite Testeinheit mit dem Holz gehabt und hier haben sich ein paar neue Erkenntnisse gezeigt:

Bei höherklassigen Spielern, die mit viel Spin spielen, wirkt das Holz wie eine wahre Wunderwaffe - ohne Probleme lassen sich die Bälle am Tisch retournieren und der Gegner bekommt seine eigene "Suppe" zurück, dabei ist es egal, ob es Topspin oder Unterschnitt war. Das Verteilen klappte immer noch sehr gut.

Auch harte Topspins wurden schnell zurückgeblockt, da gab es keine "Bremse" - aber das gesamte Spielverhalten ist linearer, auch die Blocks. Die Linearität war aber heute der Nachteil, weil man (also der Gegner) sich gut auf den Rebound einstellen konnte und damit war es berechenbarer. Aber Sicherheit immer noch top.

Jetzt aber zum Nachteil vom Holz - ich habe heute auch mit etwas schwächeren Spielern trainiert (so 1500 bis 1600 TTR) und da merkte man schon, dass diese Spieler weniger Spin erzeugen und teils Bälle eher "grade" spielen. Dann kommt aber auch weniger zurück (wenn man nicht aktiv spielt) und fast alle konnten mit dem Bällen dann wesentlich besser umgehen, Nachziehen und sogar Schießen - weil die Spieler eben nicht mit so viel Power und Spin gespielt hatten. D.h. der Ball kommt nicht länger, sondern nur halb lang zurück, nicht mit viel Spin, sondern nur mäßig Spin und das war dann teilweise eine Einladung dann für die. Ich musste also hier mein Spiel umstellen, musste auf deren Bälle viel aktiver dann reagieren, den Ball drücken, zusätzlich noch Spin reingeben usw. - das ist dann nicht nur anstrengender, sondern auch mit mehr Fehlern behaftet. Und wenn man dann selbst einen Schritt vom Tisch entfernt war, fehlte dann der Druck in den Topspins. Mit einem etwas katapultigerem Holz sind auch Notschläge immer noch für den Gegner unangenehmer, weil sie ihn trotzdem nach hinten hinaustreiben. Bei meinem JANUS waren aber alle Bälle, wo ich nicht mit Kraft aus der Halbdistanz gespielt hatte, nicht problematisch, selbst für diese Spieler nicht.

Im Vergleich zu katapultigen Hölzern ist es wirklich viel schwerer in Bedrängnis sich hieraus zu "befreien", je weiter man vom Tisch entfernt ist, umso schwieriger wird es den Punkt noch machen zu können. Hier musste ich oft mit Sicherheits Schlägen mit viel Unterschnitt den Gegner zumindest dazu bringen, mir den nicht um die Ohren zu schießen dann.

Also gerade durch das lineare Spielverhalten und die Allround Ausrichtung ist man vorne am Tisch damit bestens ausgerüstet, aber je weiter man den Ball zurückspielen musste, umso schwieriger wird es. Mit nicht Tensor Belägen (wie z.B. mit meinem Skyline 3-60 auf der RH) konnte mit kurzen Handbewegungen am Tisch auch richtig harte und schnelle Bälle gespielt werden. Aber umso mehr du den Arm für die Beschleunigung einsetzen musstest, dafür reicht meine Technik einfach nicht, um Bälle mit guter Qualität daraus zu "bauen". Es waren meistens immer nur ein "reinheben" mit Spin und auf Platzierung möglich.

Das spiegelt aber genau den ersten Spieleindruck wieder - nur bei schwächeren Spieler und aktiver Spielweise muss man echt darauf achten, sich nicht von der Platte treiben zu lassen.

Also für mich ist das immer noch ein tolles Allround Holz, aber defintiv für tischnahes Spiel gedacht. (zumindest für beidseitig Noppen Innen) - das hängt natürlich auch stark von der Spielstärke und Spielsystem ab, aber nicht umsonst spielen die höherklassigen Offensiv Spieler meistens auch relativ schnelle OFF-Hölzer - dafür ist dieses Holz aber auch nicht konzipiert worden.
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Re: Aeronova Tischtennis

Beitrag von Ex-Talent »

Hat jemand schon das Obsidian von Aeronova probiert?
"Hybrid Holz mit der physikalisch maximal möglichen Schnittumkehr" :P

Das liest sich ja so, als wenn es sehr gut für das Störspiel am Tisch geeignet wäre.
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Re: Aeronova Tischtennis

Beitrag von kiwi »

Guten Morgen, da ich Aeronova auf Etsy nicht mehr gelistet ist, bin ich auf die Suche nach dem angekündigtem neuen Shop /Homepage gegangen. Wird bei Google noch nicht gut angezeigt. Wer mal stöbern möchte bitte die Adresse direkt eingeben.
https://aeronova-manufaktur.de
Ich finde die homepage gelungen. Wenn mehr den Shop suchen wird er sicher auch bald besser in der google suche angezeigt.
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Re: Aeronova Tischtennis

Beitrag von atX87 »

Hallo Zusammen,

ich durfte nach einer netten und aufschlussreichen Kommunikation mit Hans von Aeronova auch das Janus testen.

Zu meinem Hintergrund und Spielstärke: Ich spiele Bezirksoberliga im BTTV bei einem aktuellen TTR von 1686. Ich spiele seit 2012 Glanti und bin seit dem Umstieg von Zelluloid auf Plastikball mit meinem Material leider chronisch unzufrieden :)
Ich hatte eine lange Serie mit dem Scooper Def und dem SuperGlanti Black Edition. Aber nach der Schwammänderung war der Belag auf dem Scooper leider nicht mehr gefährlich genug, was mich sehr nervt. Dadurch, dass der Glanti ungefährlicher geworden war, musste ich mein Spiel mehr Vorhand-Orientiert aufbauen und da war das Scooper eine Spur zu langsam. Nach Ausflügen zum IceCream und dem Matador Titan, auf denen die Black Edition mal garnicht funktioniert hat, deshalb meine Anfrage an Aeronova bzgl. einer Empfehlung.
Hans hat sich gleich viel Zeit genommen und mir ausführlich beschrieben, was er zu dem Thema denkt und hat auch von Vornherein schon betont, dass z.B. das ARES auf der Rückhand zu schnell für die Black Edition sein könnte. Deshalb hatte er zum Test das Janus vorgeschlagen, da es sich um die gleiche Vorhand, aber um eine langsamere Rückhand handelt.
Das Holz kam inkl. eines Schaumstoff-Kantenbandes zum Schutz und der Bitte VOC-freien Kleber zu verwenden (was bei mir eh immer nur der Fall ist). Mein Setup zum Test war der Dignics 09c in 1,9mm und der SGBE in 0,7.

Beim ersten Test auf der Vorhand beim Einspielen gleich ein super Eindruck vom Holz. Die Konterbälle konnte man fast blind spielen, die Kontrolle und die Rückmeldung sind überragend. Selbst Notschläge kamen irgendwie immer noch auf die Platte. Ich bin kein Schuss-Spieler, aber auch das fand ich relativ gut kontrolliert und habe gefühlt weniger verschlagen, als normal. Beim TopSpin kam dann für mich persönlich eine kleine Ernüchterung, mit dem Dignics in dieser Schwammstärke fehlte mir etwas die Power. Das Lineare vom Kontern war dann hier eher negativ für mich. Ich musste ziemlich kurbeln um da Dynamik in die Bälle zu bekommen, auch wenn die Sicherheit weiterhin da war. Der erste Gedanke für mich war: Vllt. mal den Zyre draufkleben, oder vielleicht braucht das Holz auch einen weicheren Belag, um sein Potential zu entfalten. Mit dem Dignics aber nichts für mein Spielsystem bzw. meine Technik :)

Beim Test der Rückhand dann genau das, was ich vom SGBE gewohnt bin, ein sehr direkter Anschlag, knackig und der Ball war wieder sehr schnell beim Gegner. Je nachdem, wie fest man den Griff gehalten hat, konnte man mit dem Tempo gut variieren. Auch in einem Ausmaß, wie ich das von anderen Hölzern nicht gewohnt war. Trotzdem war der SGBE doch schneller als auf dem Scooper Def und deshalb sind mir einige Bälle auch hinter die Platte gesegelt. Mein dritter Trainingspartner an dem Abend war dann endlich einer, der kompromisslose und spinreiche Topspins zieht, da war ich dann auf die Schnittumkehr / Störeffekt der Black Edition gespannt. Mit der Hoffnung, hier einen Vorteil gegenüber dem Scooper zu erhalten. Leider wurde das auch sehr schnell gedämpft. Die Rückmeldung vom Trainingspartner war, dass die Bälle viel leichter nachzuziehen sind, als er das von mir gewohnt ist und er kaum Störeffekt mit diesem Belag wahrnimmt.

Damit fällt das Holz leider aus meiner engeren Auswahl, weil genau das ja mein Ziel war. Also passt das Holz einfach nicht zu meinem Spielsystem, bzw. zu dem, was ich mir erhofft hatte. Man muss natürlich hierbei immer bedenken, dass die Black Edition natürlich ein Biest ist und auch insgesamt aktuell wohl der am schwierigsten zu kontrollierenden Glanti. Genau deshalb möchte ich das Biest zähmen und aber auch den maximalen Störeffekt rausholen um bzgl. High Risk auch High Reward zu bekommen ;)

Mein Fazit basierend auf meinem Setup und Technik (wie gesagt, vllt. ist das mit dynamischen ESN-Belägen o.ä. anders):

Die Vorhand ist top für Leute, die sich viel Kontrolle wünschen und vor allem im Konter und Block-Spiel Sicherheit möchten. Da hatte ich noch nie ein Holz, was mir so gut gefallen hat.
Das weichere Oberfurnier der Rückhand ist vielleicht nichts für Glantis, die eine höhere Eigengeschwindigkeit haben und deshalb die steife Rückmeldung des Holzes brauchen. Aber auch hier unter der Prämisse, dass ich nur von einem sehr zickigen Glanti sprechen kann :)

Das Feedback habe ich natürlich auch an Hans weitergegeben und hier dann auch gleich wieder die positive Rückmeldung erhalten, dass er sich nach seinem Urlaub mal Gedanken macht um mir hier vllt. eine Lösung bieten zu können.

Alles in allem muss man hervorheben, dass ich diesen Service des Testens für eine spitzen Sache halte und auch die Kommunikation und Beratung echt klasse war. Die Erfahrung, dass etwas nicht passt, kann in anderen Fällen auch mal gleich sehr teuer werden. Mit diesem System ist der Einsatz relativ gering und man hat die Möglichkeit ein gutes Produkt zu probieren. Daumen Hoch dafür.

Mal sehen, ob Hans auf eine Idee kommt, dann berichte ich gerne nochmal über einen Test eines weiteren Holzes ;)
Holz1: Xiom IceCream AZX
Vh: BTY Zyre03 2,5mm
Rh: Dr. Neubauer A-B-S3 Pro
Magic_M
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Re: Aeronova Tischtennis

Beitrag von Magic_M »

Noch eine kleine Ergänzung von mir, da ich mittlerweile nach dem Basalt ein weiteres Aeronova Holz (das Ares) testen konnte.

Das Ares ist ein Kombi-Holz, dass eigentlich für Materialspieler (OX-Langnoppen) entwickelt wurde. Es hat auf der RH ein sehr hartes Deckfurnier (Ebenholz) und darunter eine Korkschicht, die zum einen dämpfend wirkt,
zum anderen aber wohl die VH von der RH entkoppeln soll. Da ich normalerweise beidseitig NI spiele, wirkt diese Holzwahl für die meisten sicher ungewöhnlich und war am Ende auch nicht die optimale Lösung.

Da ich mir im November die Achillessehne gerissen habe und aktuell immer noch nicht optimal "zu Fuß" bzw. manchmal noch etwas gehemmt in meinen Bewegungen bin, war die Idee, etwas mehr Druck auszuüben und die Gegner mehr laufen zu lassen als selbst viel zu laufen. :wink: Das wollte ich erreichen, indem ich mit der RH mehr schieße und aktiver blocke und kontere. Dafür - dachte ich - könnte das Ebenholz auf der RH eine gute Idee sein. Vor allem hatten mir die Berichte über unterschiedliche "Gänge" und die enorme passive Sicherheit gefallen.

Im Gegensatz zum Basalt hat mein Ares einen "normaleren" Griff mit einer durchgehenden Korkummantelung anstatt der von "4olaf" mehrfach thematisierten Korkringe, die auch mich übrigens gestört haben. Für alle, denen das ähnlich geht, habe ich eine sehr gute Nachricht: dieser Griff mit der durchgehenden Korkummantelung ist ein absoluter Handschmeichler. :D

Auch für die Spieleigenschaften der VH ein großes Lob von meiner Seite. Wer griffige (nicht klebrige) harte Beläge mag, wird mit dem Ares viel Freude haben, denn selbst ein Zyre 03 ist auch für "Otto Normalverbraucher" gut zu beherrschen. Die passive Sicherheit ist wirklich erstaunlich und die Spinerzeugung überdurchschnittlich. In dem entsprechenden Ares-Thread habe ich noch ein bisschen mehr dazu geschrieben.
https://www.noppen-test.de/forum/viewto ... 84#p369484

Ich hatte ja schon auf die optische Ähnlichkeiten zu den Soulspin Hölzern hingewiesen (da mag ich die New Era Griffe übrigens auch nicht).
Ich habe aber den Eindruck, dass Aeranova noch besser in der Lage ist, auf Sonderwünsche einzugehen und auch jetzt schon eine breitere Palette von Alternativen anbietet.
Die Verarbeitung ist ebenfalls mindestens auf Soulspin-Niveau.

Ich finde es super, dass es solche Spezialanbieter wie Soulspin, Aeronova oder auch Re-Impact gibt. Deshalb unterstütze ich so etwas auch sehr gerne.
Im Prinzip verbindet Hans (der Eigentümer von Aeronova) die Ideen von Achim Rendler (z.B. was die Entkoppelung von VH und RH) mit der Verarbeitungsqualität von Soulspin.

Auch in Punkto Service und Kundenorientierung sehe ich ihn ganz weit vorne. Ich traue mich kaum zu sagen, zu was für Uhrzeiten er noch auf meine WhatsApp Nachrichten geantwortet hat, weil das der eine oder andere sonst als normal empfindet und das vielleicht sogar von ihm erwartet. Ich persönlich fand das alles andere als "normal".

Am Ende unseres Gedankenaustauschs steht übrigens die Bestellung eines für beidseitig NI modifizierten Kombiholzes auf Basis des Ares mit verändertem Aufbau der RH.
Leider werde ich urlaubsbedingt ein paar Wochen darauf warten müssen. :(
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kiwi
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Re: Aeronova Tischtennis

Beitrag von kiwi »

Hallo, mit einer Woche Verspätung jetzt auch von mir ein paar Eindrücke.
Zur Zeit spiele ich ein Pfannschmidt 835. Rückhand Dornenglanz Ox und Vorhand DHS Hurrican 3-50, also etwas defensiver. QTTR 1500 +/-50. Störspiel am Tisch. Mit der Rückhand Blocken, Abstechen, Druckschupf und dazwischen Noppentopspin. Vorhand Aufschläge mit viel Effet, Blocken, Kontern, bei der Chance Schuß und ab und zu ein Topspin mit viel Effet. Selten Abwehr aus der Halbdistanz. in der letzten Saison habe ich immer wieder mal Probleme bekommen, wenn der Angreifer kaum Effet in die Angriffsbälle gelegt hat, sondern gleich mit Schlagspins oder ganz ohne Spin angegriffen hat. Da hatte ich Probleme die Wucht beim Block oder Abstechen zu kontrollieren.
Deshalb habe ich mich an Hans gewandt um dieses Loch zu schließen. Nach kurzem Austausch hat er mir das modifizierte Janus geschickt, daß schon 4olaf beschrieben hat. Das war verfügbar, damit wir eine Diskussionsgrundlage hatten. Aufbau, Rückhand wie das Standard Janus, aber die Vorhand deutlich temporeduziert zur Serie. Normalblatt, Aerogriff, anatomisch. Das Holz ist super verarbeitet. Der Griff ist ungewohnt, mich haben die Rillen aber nicht gestört oder an der Hand gerieben, brauch ich aber auch nicht. Mich hat eher die anatomische Ausführung gestört, ich bevorzuge eindeutig einen geraden Griff.

Leider war wegen der Hitze bei uns nur eingeschränkter Trainingsbetrieb. Mein Trainingspartner hat ca.QTTR 1350. Offensives Spiel. Ich kann es eigentlich sehr kurz machen und mich den Eindrücken von 4olaf zu 100% anschließen. Super Kontrolle.
Rückhand. Man kann beim weichen Schupfen, Druckschupf, Blocken und Abstechen den Ball schön kurz hinter dem Netz platzieren. Die Bälle fallen runter, bei den ersten Schläger hat mein Partner ganz verdutzt geschaut. Wenn man mit etwas mehr Handgelenk beim Schupfen spielt wird der Ball schön beschleunigt und geht mit viel Unterschnitt wie an der Schnur gezogen dahin wo man will. Das müßte auch aus der Halbdistanz 1-2 Meter hinter der Platte funktionieren. Aber vor allem direkt am Tisch sind die Stärken, je früher die Bälle mitnehmen desto besser.
Vorhand. Schupfbälle mit sehr viel Schnitt, sehr kontrollierte Blocks und sehr kontrollierte langsame Topspins. Ich habe es auch bemerkt, daß die Aufschläge sehr kontrolliert mit sehr viel Effet gespielt werden können, aber mit sehr wenig Druck.
Da mein Partner nicht so stark ist, hat er mit dem Angriff aufgehört und angefangen sicher mitzuspielen.
Rückhand. Ich habe dann mit Noppenspin, loops angefangen. Über dem Tisch sind mir die ersten runtergefallen oder ohne große Gefährlichkeit drüben angekommen. Ich habe dann mit Handgelenkeinsatz zusätzlichen Sidespin reingebracht, die waren deutlich gefährlicher aber für mich auch etwas schwieriger zu spielen. Noppenspin einen Schritt hinter der Platte die Bewegung unter der Tischkante geatartet ging deutlich besser, wie gewohnt und hatte schönen Effet, aber recht langsam.
Vorhand. Schnelle Topspins, harte Konterbälle oder Schuß sind mühsam. Zwar alle super kontrolliert aber mit wenig Druck.

Ein Training darauf konnte ich leider nur eine Stunde an den Roboter. Aber die Eindrücke haben sich verfestigt.
Rückhand: Vorne mit Block, Abstechen, Druckschupf eine überragende Kontrolle. Wenn ich aber mit Noppentopspin über der Platte angreifen will, fallen mir die Bälle runter. Wenn ich die Bälle hinter und unter der Platte annehme und leicht nach oben ziehe kommen sie kontrolliert mit Effet aber mit wenig Druck.
Vorhand. Beim Mitspielen auch hier die überragende Kontrolle. Wenn ich dann hart angegriffen habe, waren die Schläge auch sehr platziert, ich mußte dafür aber hart arbeiten. Aber trotzdem merkt man hier auch diesen 2. Gang (den die Tester vom ARES beschreiben) wenn der Schlag auf das Balsa durchschlägt. Aber erst sehr spät.

Fazit. Die Original Janus Rückhand ist am Tisch super kontrolliert. Gegen druckvolle Angreifer hat man immer die richtige Antwort. Das gleiche gilt für die modifizierte Vorhand. Da in meiner Klasse doch viele den Angriff einstellen wenn sie nicht durchkommen, brauche ich auch mehr Hilfe vom Holz wenn ich angreifen will. Nach regem Austausch mit Hans habe ich deshalb das ARES mit L-Blatt, geradem Griff mit Kork bestellt. Dazu haben wir eine Modifikation der Fingerauflage am Griff besprochen. Die Ebenholz Rückhand ist zwar schneller und direkter, ich hoffe aber, durch das L-Blatt die nötige Kontrolle zu bekommen. Ich bin sehr gespannt und werde berichten.
Holz: Pfannschmidt 835
VH: DHS Hurricane 3-50 2,1 schwarz
RH: Dornenglanz ox rot
Zio
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Re: Aeronova Tischtennis

Beitrag von Zio »

Nachdem ich über längere Zeit mit dem Turbo 82 von Re-Impact gespielt habe und damit immer sehr zufrieden war, musste ich das Aernova Janus einfach ausprobieren. Der Hauptgrund für den Wechsel war weniger, dass mir beim Turbo 82 etwas gefehlt hat, sondern vielmehr das spannende Konzept hinter dem Janus.

Für einen möglichst fairen Vergleich habe ich dieselben Beläge verwendet wie in meiner Signatur.

Rückhand

Ich beginne mit der Rückhand. Passive Schläge funktionieren mit dem Janus hervorragend. Auch das Kurzlegen sowie Hackblock sind absolute Stärke des Holzes. Gerade im passiven Spiel empfinde ich das Janus sogar als etwas kontrollierter als das Turbo 82.

Druckschupf und Nopspin funktionierten nach einer kleinen Anpassung des Schlägerwinkels ebenfalls sehr gut. Lediglich bei der Endgeschwindigkeit hat das Turbo 82 für mich noch einen kleinen Vorteil – das Janus ist hier etwas langsamer.

Vorhand

Auf der Vorhand merkt man sofort, dass das Janus etwas schneller ist als das Turbo 82. Gleichzeitig ist der Ballabsprung etwas flacher. Konterbälle gelingen damit ausgezeichnet und lassen sich sehr kontrolliert spielen.

Beim Blockspiel sind mir anfangs allerdings einige Bälle im Netz gelandet. Das lag vor allem daran, dass ich mich erst daran gewöhnen musste, den Schläger deutlich offener zu halten. Das Janus absorbiert den gegnerischen Schnitt spürbar stärker als das Turbo 82. Mit dem Turbo musste ich den Schläger beim Blocken wesentlich geschlossener halten.

Das Kurz-Kurz-Spiel empfinde ich ebenfalls als sehr kontrolliert, auch wenn dieser Schlag bei mir eher eine untergeordnete Rolle spielt.

Vorhand-Topspin

Nun zum für mich wichtigsten Schlag: dem Vorhand-Topspin.

Hier konnte mich das Janus auf Anhieb überzeugen. Ich erreiche eine sehr hohe Ballqualität, und auch die Platzierung fällt mir etwas leichter als mit dem Turbo 82. Besonders bei schnellen Topspins bekomme ich deutlich mehr Rotation in den Ball als zuvor.

Bei weicher gezogenen Spin-Topspins hatte ich allerdings den Eindruck, dass etwas weniger Spin entsteht als mit dem Turbo 82. Das ist bisher aber nur ein erster Eindruck und werde ich in den kommenden Trainingseinheiten noch genauer beobachten.

Fazit nach dem ersten Test

Mein erster Eindruck vom Aernova Janus ist durchweg positiv. Besonders im passiven Spiel überzeugt es mit hoher Kontrolle, während es auf der Vorhand mit mehr Tempo, flacherem Ballabsprung und sehr hoher Qualität beim offensiven Topspin punktet. Lediglich bei der Endgeschwindigkeit auf der Rückhand sowie beim weichen Spin-Topspin sehe ich aktuell noch leichte Vorteile für das Turbo 82.

Beim nächsten Test werde ich mich ausführlich mit dem Aufschlagspiel beschäftigen und anschließend meine Erfahrungen hier im Forum ergänzen.

Liebe Grüße
Zio
Reimpact Turbo 82
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Zio
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Re: Aeronova Tischtennis

Beitrag von Zio »

Nach meinen letzten beiden Trainingseinheiten möchte ich ein weiteres Fazit zum Aeronova Janus ziehen.

Diesmal lag mein Hauptaugenmerk auf dem Aufschlag-/Rückschlagtraining. Dabei sind mir einige interessante Unterschiede zu meinem bisherigen Re-Impact Turbo 82 aufgefallen.

Beim Aufschlag fällt es mir momentan noch schwer, die gleiche Qualität wie mit dem Turbo 82 zu erreichen. Das Janus ist etwas schneller, wodurch ich die Länge meiner Angaben noch nicht ganz so präzise platzieren kann. Vor allem geplante halblange Aufschläge geraten aktuell noch etwas zu oft lang. Ich bin aber überzeugt, dass sich das mit etwas Training legen wird. Positiv hervorzuheben ist die Schnittentwicklung: Diese ist hervorragend und lässt sich sehr konstant reproduzieren.

Im Rückschlagspiel überzeugt mich das Holz dagegen auf ganzer Linie. Das Eröffnen mit der Rückhand – sowohl mit einem Nopspin als auch mit einem druckvollen Schupf – funktioniert ausgezeichnet. Auch ein kontrollierter erster Vorhand-Topspin geht sehr leicht von der Hand. Die Spinentwicklung beim Anziehen auf Unterschnitt ist allerdings, wie bereits in meinem ersten Bericht erwähnt, etwas geringer als beim Turbo 82.

Was mir im Vergleich zum Turbo 82 jedoch deutlich besser gefällt, ist das Drehen des Schlägers. Durch die Griffgestaltung liegt das Janus wesentlich sicherer in der Hand – besonders dann, wenn die Hände im Training etwas ins Schwitzen geraten. Dadurch gelingt mir der Rückhand-Topspin nach dem Schlägerdrehen deutlich sicherer. Gerade bei vorhersehbaren Rückschlägen des Gegners passieren mir dabei kaum noch Fehler.

Aktuell sieht es deshalb ganz danach aus, dass ich beim Aernova Janus bleiben werde. Ausschlaggebend ist für mich vor allem, dass ich auf der Vorhand etwas mehr Dynamik und Durchschlagskraft zur Verfügung habe, ohne dabei auf zu viel Kontrolle verzichten zu müssen.

Ich bin gespannt, wie sich das Holz in den kommenden Trainingseinheiten und später auch unter Wettkampfbedingungen weiter schlägt.

Liebe Grüße Zio
Reimpact Turbo 82
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Stabilo1337
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Re: Aeronova Tischtennis

Beitrag von Stabilo1337 »

Hallo zusammen,

spielt jemand ein Aeronova Holz mit Glanti (Abs 3pro)?
Kann jemand vielleicht einen Vergleich zum Matador Carbon ziehen ?
Interessant wäre für mich auch die vh Seite und der gespielte Belag.
Aktuell habe ich den Film Vega pro mir dem Matador auf der VH aber mir fehlt etwas der Katapult.
AeronovaTT
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Re: Aeronova Tischtennis

Beitrag von AeronovaTT »

Hallo zusammen,

ich wollte mich heute einfach mal mit einem riesigen Dankeschön an die Community wenden!

Viele von euch haben mir in den letzten Monaten mit ehrlichem Feedback, Testergebnissen und konstruktiver Kritik extrem geholfen – von der Kreisklasse bis zur Oberliga, quer durch alle TTR-Klassen von 1.200 bis über 2.300 Punkten. Durch euren Input ist extrem viel Herzblut in die Entwicklung geflossen. Auch wenn ich hier im Forum oft eher als stiller Mitleser unterwegs bin – euer Lob, die vielen Nachrichten und eure Wertschätzung bedeuten mir wirklich viel und treiben das Projekt wie ein Motor weiter voran. Danke dafür!

Einigen ist bereits aufgefallen, dass ich gestern 3 neue Modelle gelauncht habe. Ich habe hiermit eine Entscheidung getroffen: AERONOVA konzentriert sich ab sofort zu 100 % auf die Nische der Kombihölzer für Materialspezialisten! Standard-Hölzer baue ich natürlich weiterhin gerne, allerdings nur noch individuell auf Anfrage. Mein Fokus liegt voll und ganz auf hochspezialisierten Kombi-Aufbauten.

Aus diesem "Community-Prozess" sind nun fünf feste Kombiholz-Aufbauten entstanden, die sich im Spielgefühl klar voneinander abgrenzen:

AETOS – Die unüberwindbare Kontroll-Festung
  • Charakter: Maximum an Ballführung und Blockmöglichkeiten (Tempo 6/10, Kontrolle 10/10).
  • RH: Knackiges Koto über Kork für hohen Störeffekt und außerordentlich guter Kontrolle.
  • VH: Spinfreudiges Limba-Ayous mit Doppel-Dämpfung für fehlerverzeihende Topspins und das Block/Konter Spiel.
ZEUS – Die Inner-Force-Macht (Das erste Kiri Kombi-Holz mit Inner-Carbon Aufbau)
  • Charakter: Für Spieler, die keine Balsa-Kompression und höheren top-speed wollen.
  • RH: Knallhartes Ebenholz für maximale Schnittumkehr und kurze Ablagen und druckvolle Schüsse.
  • VH: Samtweiche Dwell-Time durch Limba/Fichte über Inner-Carbon – beim aktiven Durchladen entfaltet der Kiri-Kern eine lineare OFF+-Endgeschwindigkeit.
NEMESIS – Der eiskalte Taktiker
  • Charakter: Maximale Entschärfung gegnerischer Power durch gezielte Geschwindigkeitsabsenkung.
  • RH: Knallhartes Ebenholz für maximale Schnittumkehr und kurze Ablagen und durckvolle Schüsse.
  • VH: Organische Basaltfaser auf Balsa für riesigen Sweetspot, hohen Spin-Touch und maximale Platzierungssicherheit.
JANUS – Der asymetrische Klassiker für das variable tischnahe Störspiel
  • Charakter: Maximale Asymmetrie zwischen aggressivem Vorhand-Angriff und kontrollierter Rückhand-Verteilung.
  • RH: Extrem dämpfende Abachi-Kork-Kombination für sichere Schnittabwehr und maximaler Sicherheit im Kurz-Kurz.
  • VH: Limba-Carbon-Fichte-Amboss-System für kompromisslose OFF-Topspins.
ARES – Die Offensiv-Macht für die moderne Abwehr
  • Charakter: Kompromissloses 2-Gänge-System mit hoher Durchschlagskraft.
  • RH: Knallhartes Ebenholz für maximale Schnittumkehr und kurze Ablagen und durckvolle Schüsse.
  • VH: Limba-Carbon-Fichte-Amboss-System für kompromisslose OFF-Topspins.

Da das Ganze durch euch gewachsen ist, werde ich auch weiterhin auf euer Feedback hören und die Hölzer permanent weiter entwickeln - mit euch und für euch. Wenn ihr Fragen habt, schreibt mir jederzeit gerne hier im Thread oder über den Shop! Nochmals danke an alle Tester und Hinweisgeber aus dem Forum – ohne euch stünden die Hölzer heute nicht so da!

Sportliche Grüße,
Hans von AERONOVA
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