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 Betreff des Beitrags: Victas Matsushita - VS 401 und P1R
BeitragVerfasst: Freitag 22. Mai 2020, 14:00 
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Hallo, wie ihr dem Thema entnehmen könnt, habe ich eine Frage zu dieser Kombi. Mit dem VS 401 bin ich früher nicht richtig warm geworden. Nachdem ich ihn aber nochmal auf dem Matsushita versucht habe, muss ich sagen, das passt einfach. Das Spielgefühl ist einmalig. Abwehr und sogar Topspin-Angriff klappen extrem gut, sicher und gefährlich. Das Holz entwickelt hierbei beachtliche Temporeserven bei allen aktiven Schlägen bleibt aber in der Abwehr und im Schupf unheimlich kontrolliert.

Nun zu meiner Frage:
Auf der Rückhand sollte der P1R doch eigentlich für das Matsushita prädestiniert zu sein. Ich frage mich nur in welcher Schwammstärke. In 1.0 mache ich noch viele Fehler beim zweiten/ dritten Abwehrball. Könnte 0,5 hierbei Abhilfe schaffen oder soll ich einfach mich reinhängen und dran bleiben.
Was sind so eure Erfahrungen? Der Eindruck auf der Vorhand und zum Holz allgemein ist einfach zu gut, als dass ich das auf Kosten einer besseren Rückhand eintauschen möchte.

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BeitragVerfasst: Freitag 22. Mai 2020, 17:49 
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Ich habe zu Zelluloid-Zeiten das VKM und den VS 401 auf der Vorhand gespielt. Die Kombi ist schon wahnsinnig schnittig. Der P1R war mir aber immer zu anspruchsvoll - selbst mit dünnem Schwamm. Früher habe ich deshalb den Feint Long 2 in 1,1 mm auf dem VKM gespielt. Seit wir auf den ABS-Ball (Joola Prime) umgestiegen sind, habe ich auf die Kombi in der Signatur gewechselt. Der FL2 macht mit dem ABS-Ball leider kaum noch Schnitt.
Der Spike P1 spielt sich ähnlich schnittig wie der P1R, ist aber vor allem am Tisch deutlich gutmütiger. Das wäre meine Empfehlung. Sicherer ist die 0,4 mm-Version (eigentlich 0,4-0,6), den maximalen Schnitt errreicht man mit 1,0 mm. Eine Leichtspielnoppe ist das aber noch lange nicht! Mann muss durch die sehr hohe Griffigkeit der Noppe den Schnitt des Gegners schon richtig einschätzen. Wenn die Technik mal stabil eingespielt ist, kann man ja immer noch auf eine höhere Schwammstärke oder auf den P1R wechseln.

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BeitragVerfasst: Freitag 22. Mai 2020, 19:24 
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Meine Empfehlung: dabei bleiben. Ob 0,5mm oder 1,0mm macht beim Schupf und in der Abwehr nicht viel aus, aber wenn man ab und zu einen LN-Konter einstreuen möchte, ist das mit dickerem Schwamm für einen selbst leichter und wegen des höheren Tempos für den Gegner schwerer.

Ich selbst spiele die Kombi (H3+)VKM+P1R 1,0 seit letzten Sommer ausschließlich, hatte sie erstmals 2016 eingesetzt, damals aber keinen für mich angenehmen VH-Belag gefunden. Der P1R ist gar nicht so schwierig zu kontrollieren, wenn man an ihn gewöhnt ist. Wenn nach 1-2 Bällen deine Abwehr nicht mehr kommt, liegt das nicht am Material.

Bevor du herumtestest, beantworte dir erst einmal solche Fragen: Bleibst du immer im selben Abstand zum Tisch bzw. spielst du den Ball immer zum gleichen Zeitpunkt? Nimmst du den Ball eher früh oder eher spät (später ist leichter zu kontrollieren)? Gehst du immer zurück in die Grundstellung? Triffst du später den Ball nicht, weil du z.B. nicht mehr richtig zum Ball stehst?

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BeitragVerfasst: Sonntag 24. Mai 2020, 17:37 
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Hey,
ich bin es nochmal. Nachdem am Freitag wieder Training war, kann ich sagen, dass ich nach wie vor ein gutes Gefühl beim VKM und dem VS401 1.5 habe. Ich kann sicher abwehren auf der Vorhand und auch der Topspin, sowohl als Eröffnung, als auch im Nachspielen klappt auffällig sicher. Außenstehende bestätigten mir hier auch eine große Sicherheit. Nun zum Problem:
Ich bekomme den P1R in 1.0 nicht gebändigt, mache viel zu viele Fehler auf den zweiten und dritten Abwehrball. Das liegt an mir. Mir wurde gesagt, dass ich in der Abwehr zuviel mit dem Oberarm "arbeite" statt den Unterarm durchzuschwingen und die volle Bewegung zu machen. Dann stehe ich oftmals auch nicht tief genug und das mit dem "zurück in die Grundstellung" ist auch so eine Sache, an der man arbeiten kann...

Ich stehe eher auch vor einer grundsätzlichen Frage:
Neben den Übungen fällt mir in den Punktspielen auf, dass ich eine meiner früheren Stärken (habe praktisch 80% meiner "Karriere" bisher OX-Noppen gespielt zuletzt den Cluster, den Rest davon P1R o,5 (halbes Jahr in der Jugend) und Octopus mit 0,5 Schwamm gespielt), das Spiel mit der Noppe am Tisch (Wischer, Druckschupf, Noppen-Druckball auf US-Aufschlag) während der ersten 2-3 Ballwechsel so nicht mehr praktizieren kann. Ich versuche mit dem P1R entweder den Ball mit einer Art Schupfbewegung lang zu setzen oder drehe auf NI-Rückhand um den Aufschlag zurückzuspielen. In der Konsequenz bin ich weniger aggressiv und direkt passiver, da diese Druckbälle und Wischer mit dem P1R 1.0 nicht in der Gefährlichkeit spielbar sind. Ist der Schupf mit dem P1R nur einen Tick zu ungenau gesetzt, kann ich den Ballwechsel vergessen, da die Bälle leer und langsam sind, oftmals steigen und die einzige Gefährlichkeit in der Platzierung besteht.
Nach der Aufschlagannahme (erster Druckball/Rückschlag) möchte ich tendenziell aber schon Abwehr spielen, bzw. lasse mich auch gerne in die Abwehr drängen. Ich brauche aber dieses Element am Tisch einfach um nicht direkt "niedergezogen" zu werden.

Ich weiß nicht ob in meiner Spielklasse BZKL Mitte (TTR 1550) das so eine gute Idee ist mit der griffigen Noppe. Ideal wäre eine Noppe, die guten Schnitt in der Abwehr bietet, mit der ich aber auch sicher 3-4 Bälle (mit kürzerer Bewegung als beim Curl) aus der Abwehr bringen kann. Gleichzeitig sollen aber auch am Tisch besagte Schläge gehen. Dtecs 0,5 habe ich schon auf dem VKM versucht. Das war ähnlich schwierig zu händeln, da die Noppe und der Schwamm ein gewisses Eigenleben haben und der Flex des VKM noch hinzu kommt. Ich glaube meine Technik passt besser zu einer OX-Noppe. Meine Bewegung ist einfach nicht lang genug und ich kann den Ball nicht so einwickeln, wie es beim Curl erforderlich ist.

Ich dachte evtl. an den Agenda OX. Der Maximalschnitt ist mir auch garnicht so wichtig, da ich durch Schlägerdrehen mit dem VS 401 entsprechenden Schnitt generieren kann. Die Abwehr muss einfach sicherer werden auf der RH-Seite. Ich möchte moderne Abwehr spielen, aber auch am Tisch müssen derartige Störschläge (zu Beginn der Ballwechsel) möglich sein. In den Übungen sieht das mit der griffigen Schwammnoppe gut aus, aber wenn wir ans zählen gehen, geh ich meist unter, da meine Bälle am Tisch nicht gefährlich sind und auch in der Abwehr eins zum anderen kommt....
Kann man auch mit OX-Noppen perspektivisch moderne Abwehr erfolgreich spielen? Vom Niveau befinde ich mich vermutlich nämlich in einer Zwischenstufe. Unter mir (Kreisklasse) geht die Tendenz zu Störspiel und über mir (Bezirksoberliga/Bezirksoberliga aufwärts) eher Spiel mit klassischen griffigen Schwammnoppen. Ich möchte mittelfristig nach oben natürlich. Die Noppe soll mich dabei unterstützen beide Systeme spielen zu können.
Kann mit einer helfen?
VKM und VS 401 sind für mich gesetzt wiegesagt. Das passt einfach schon zu gut.

Danke für eure Erfahrungen schonmal im Voraus ;)

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BeitragVerfasst: Sonntag 24. Mai 2020, 19:30 
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Den Agenda habe ich auf dem VKM auch schon ausprobiert. Das ist einer der wenigen Beläge, die in 0x auch mit dem ABS-Ball ordentlich Unterschnitt generieren. Wichtig ist dabei ein konsequenter Handgelenkseinsatz und das Durchschwingen (Sensen) mit dem Unterarm. Um Schnitt in der Abwehr zu erzeugen MUSS das sein, sonst kommt nur ein schwacher US zustande.
Vorteil vom Agenda in 0x ist, dass Druckschupf und Seitwischer am Tisch einen gewissen Störeffekt haben (mehr als Schwammnoppen, aber weniger als Dtecs & Co.). Außerdem kommen in der Abwehr die Bälle flacher und sicherer als z.B. mit dem P1r. Generell ist auch die Aufschlagannahme einfacher als mit den griffigen Schwammnoppen. Die Geschwindigkeit vom Agenda ist dabei in 0x schon ganz ordentlich, so dass auch Angriffsbälle am Tisch gehen.
Einen Versuch wäre es sicher wert, das Training der RH-Abwehr muss aber trotzdem sein. Kein Material spielt von alleine!

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BeitragVerfasst: Donnerstag 28. Mai 2020, 11:27 
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Beweg dich! hat geschrieben:
Nun zum Problem:
Ich bekomme den P1R in 1.0 nicht gebändigt, mache viel zu viele Fehler auf den zweiten und dritten Abwehrball. Das liegt an mir. Mir wurde gesagt, dass ich in der Abwehr zuviel mit dem Oberarm "arbeite" statt den Unterarm durchzuschwingen und die volle Bewegung zu machen. Dann stehe ich oftmals auch nicht tief genug und das mit dem "zurück in die Grundstellung" ist auch so eine Sache, an der man arbeiten kann...
Die beiden Punkte hängen m.E. zusammen. Wenn ich nicht weit genug hinten stehe, fehlt mir die Zeit, die komplette Bewegung zu machen. Dann versuche ich instinktiv, gegen den Ball zu gehen (Block, Konter) anstatt richtig abzuwehren. Diese Schläge sind gerade mit LN schwierig, damit unsicher und - wenn der Gegner nicht überrascht ist - ziemlich ungefährlich.

Beweg dich! hat geschrieben:
...dass ich eine meiner früheren Stärken (habe praktisch 80% meiner "Karriere" bisher OX-Noppen gespielt zuletzt den Cluster, den Rest davon P1R o,5 (halbes Jahr in der Jugend) und Octopus mit 0,5 Schwamm gespielt), das Spiel mit der Noppe am Tisch (Wischer, Druckschupf, Noppen-Druckball auf US-Aufschlag) während der ersten 2-3 Ballwechsel so nicht mehr praktizieren kann.
Genau. Gerade die ersten Bälle sind ziemlich leer, so dass ein schlauer Gegner in diesen 2-3 Schlägen oft schon hart angreifen kann. Wenn man sich auf den Agriff einstellt, d.h. nicht am Tisch bleibt, sondern direkt genügend weit nach hinten geht, kann man aber auch diese Bälle immer noch bekommen. Dein Vorteil: die meisten Gegner erwarten, innerhalb kurzer Zeit die Entscheidung im Ballwechsel zu erzwingen. Viele können keine langen Ballwechsel mehr spielen.

Beweg dich! hat geschrieben:
Ich versuche mit dem P1R entweder den Ball mit einer Art Schupfbewegung lang zu setzen oder drehe auf NI-Rückhand um den Aufschlag zurückzuspielen. In der Konsequenz bin ich weniger aggressiv und direkt passiver
Wenn du bereit bist, lange Ballwechsel zu spielen, ist passiv nicht unbedingt ein Nachteil. Du musst halt mental mit der Situation umgehen können, dass du zunächst den Ballwechsel nicht kontrollierst, sondern dich nur darauf konzentrierst, dem Gegner die Möglichkeit zum Endschlag zu nehmen. Die Initiative übernimmst du nur dann, wenn dein Gegner es durch einen harmlosen Schlag zulässt - oder als taktisches Mittel, um nicht ausrechenbar zu bleiben.

Beweg dich! hat geschrieben:
...da diese Druckbälle und Wischer mit dem P1R 1.0 nicht in der Gefährlichkeit spielbar sind. Ist der Schupf mit dem P1R nur einen Tick zu ungenau gesetzt, kann ich den Ballwechsel vergessen, da die Bälle leer und langsam sind, oftmals steigen und die einzige Gefährlichkeit in der Platzierung besteht.
Der lange Schupf als Aufschlagannahme - egal ob mit LN oder NI - ist schon das Mittel der Wahl. Schau dir Videos der Profis an, die machen das praktisch ausschließlich. Aber flach muss er bleiben. Ob das gelingt, ist reine Trainingssache, die LN ist dabei egal.
Beweg dich! hat geschrieben:
Nach der Aufschlagannahme (erster Druckball/Rückschlag) ...möchte ich tendenziell aber schon Abwehr spielen
Der Druckball ist da aber eigentlich kontraproduktiv, weil der Sinn davon ist, den Gegner zu einem schwachen Ball zu verleiten und den dann selbst auszunutzen. Für Abwehr stehst du danach oft nicht richtig. Ab und zu angewandt ist der Druckschupf schon sehr wirkungsvoll, denn du bleibst nicht ausrechenbar. Von den hochklassigen Profis macht das Ma Te am schönsten.

Beweg dich! hat geschrieben:
Ich weiß nicht ob in meiner Spielklasse BZKL Mitte (TTR 1550) das so eine gute Idee ist mit der griffigen Noppe.
Doch, das klappt wunderbar. Es gibt aber auch immer die Gegner, bei denen man keine Chance hat.

Beweg dich! hat geschrieben:
Kann man auch mit OX-Noppen perspektivisch moderne Abwehr erfolgreich spielen?
Ja, bei uns in der Klasse gibt es mindestens 3 Beispiele dafür. Und es gibt den ein- oder anderen Störspieler, der ebenfalls mithält.

Das größte Problem ist nicht das konkrete Material. Für jede Kombination findet man Spieler, die so etwas auf höherem Niveau einsetzen. Oder glaubst du ernsthaft, mit einem Agenda ein besserer Spieler zu sein als mit einem P1R? Oder mit +/- 0,5mm Schwamm? Die Probleme verlagern sich nur etwas. Viel wichtiger ist es, sich mit GENAU EINEM Setup einzuspielen und lernen, mit den jeweiligen Nachteilen umzugehen und die Vorteile auszunutzen. Und sein System zu üben. Das geht halt mit jedem Test und Wechsel verloren. Die weitgehende Testabstinenz hat mir in den letzten 2 Jahren mehr als 100 TTR Punkte gebracht.

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BeitragVerfasst: Freitag 29. Mai 2020, 11:34 
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Hey,
da hast du meinen Text ganz schön seziert und entsprechend kommentiert.Vielen Dank dafür. Ich finde, du sprichst ein paar sehr interessante grundsätzliche Punkte zur modernen Abwehr an, die man unabhängig vom Material diskutieren kann.
Zunächst finde ich deine Gedanken absolut nachvollziehbar und richtig. Wo ich ein einhaken möchte, ist allerdings der Bezug zur Spielklasse.
Ich versuche selbst seit ich im Herrenbereich spiele, die moderne Abwehr zu praktizieren. In der Kreisliga ist es schlicht nicht möglich! Das sind meine Erfahrungen aus (4-5 Jahren). Es gibt die langen Ballwechsel nicht, die man benötigt um über Konstanz und behagliches ackern in der Abwehr gewinnt. Viele Spieler ziehen einen, maximal zwei TS. Ansonsten wird direkt abgelegt oder ein krummes Seitoberschnitt-EI gekurbelt. Man hat es teilweise mit derart "verzogenen" Techniken zu tun, dass eine Einstellung auf diese Bälle so lange dauert, dass das Spiel verloren ist, ehe man einigermaßen klar kommt.

Oftmals falle ich in solchen Spielsituationen dann auf ein Störspiel zurück (im Spiel will man natürlich gewinnen) wenn ich merke, dass mir lange Ballwechsel eher "schaden" als nützen, aufgrund der Krummheit und dem Hopp-oderTop-Stil des Gegners.

Mag sein, dass es im Bezirk anders aussieht. Kreisliga Spieler wissen was ich meine...

Man muss als moderner Abwehrspieler sowieso schon zahlreiche, unterschiedliche Schläge beherrschen und in der Sicherheit in all diesen Schlägen dem Angreifer überlegen sein. Nun ist es in den unteren Klassen allerdings so, dass jeder den jeweiligen Schlag auch etwas anders ausführt. Viele Angreifer haben auch kein klares Konzept, auf das man sich als Abwehrer einstellen kann. Die Bälle sind in der Masse technisch unsauberer und in ihrer Schlagvielfalt viel höher als in den höheren Klassen, wo viele Angreifer über ihren Angriff punkten wollen. Da spielt die Noppe dann ihre Stärke aus...

Bin aktuell echt Zwiegestalten wie es weitergehen soll...
Das was man investiert an Training für Schlagtechniken der modernen Abwehr, mit denen man sich eine Basis (Spielsystem) für das Spiel schaffen möchte und dann trifft man im Spiel auf beschriebene Gegner, wehrt im schlimmsten Fall max. 2,3 mal im gesamten Spiel ab, weil der Rest irgendwelche improvisierten, geschupften oder auf gut Glück rübergekurbelten Bälle sind, mit denen man nichts vernünftig anfangen kann.
Man versucht sich ein System aufzubauen, was auf Sicherheit, langen Ballwechseln, Schnittwechseln und sicherer Abwehr mit effektiven Angriffen im Traum gut ausmalen lässt und in der Realität fällt dann alles wie ein Kartenhaus in sich zusammen. ;(

Vielleicht sehe ich das auch zu kurzsichtig und man erntet die Früchte seiner Arbeit erst in 2 Jahren. Nur sehe ich aktuell nicht, wie ich in den Spielen es schaffen soll bei der modernen Abwehr zu bleiben und die Angst vor krummen Ballwechseln abzulegen.
Ohne arrogant zu klingen, würde ich behaupten 2 Klassen (Bezirksliga) höher bessere Resultate erzielen zu können als in meiner jetzigen Klasse. Einfach weil die Gegner vom Stil der modernen Abwehr viel stärker entgegenkommen.

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Moderner Abwehrspieler


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BeitragVerfasst: Freitag 29. Mai 2020, 13:40 
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Greenhorn

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Spielklasse: Bezirksliga
TTR-Wert: 1538
Eine interessante Diskussion! Da ich auch mit VH-Angriff und RH-Ox-Noppen unterwegs bin, mische ich mich mal ein.
Welche Möglichkeiten hast Du denn? -
- Du könntest versuchen, zwei Ligen höher zu spielen. Ich glaube nicht, dass damit Deine Probleme gelöst wären. Da oben gibt es dann Spieler, die sehr hart oder sehr schnell oder sehr variabel angreifen und Deine Abwehr knacken.
- Die letzten Beiträge enthalten gute taktische Hinweise, die es wert sind, dass Du sie ausprobierst. Du bist Dir nicht sicher, ob das in Deiner Spielklasse funktioniert, weil die Gegner nicht wunschgemäß agieren. Es ist aber möglich (irgendwo hat das mal Referre erklärt), den Gegner mit dem eigenen Aufschlag ins gewünschte Spielsystem zu lenken. Beispiel: Wenn der Gegner angreifen soll, musst Du ihm lange Aufschläge servieren mit variablem (schwer zu erkennenden) Über- oder Unterschnitt, die er diagonal in Deine RH angreifen kann. Wenn Dein Gegner Aufschlag hat, reicht meist ein langer Schupfball als Return, mit Noppe oder NI gespielt, damit er danach angreift. Wenn der Gegner nicht angreifen will, bleibst Du entweder geduldig oder setzt Deine gute Vorhand ein.
- Dabei spielt der Noppen-Belag eine untergeordnete Rolle, solange er sicher zu spielen ist und, wie im vorigen Beitrag gesagt wurde, solange der Schupfball flach gespielt wird. (Nebenbei: eine sichere Noppe ist der Metal TT Death in Ox und in 0.5, dazu gibt es einen Thread). Die Belagfrage ist vielleicht deshalb so wichtig für Dich, weil dieses Problem einfach zu lösen wäre: alter runter, neuer rauf. Darauf hoffen wir alle, in meinem Fall vergebens. Es hilft nur sinnvolles Training - auch das wurde oben schon gesagt - mit dem lange Zeit unveränderten Spielgerät.
- Taktisch wichtig ist meiner Meinung nach, dass du nicht wie das Karnickel auf die Schlange starrst, also nicht angstvoll auf den Ball des Gegners wartest, sondern den Gegner beschäftigst. Wenn er angreifen soll, dann mit Schlägen von der Grundlinie aus, damit Du viel Zeit hast zum Lauf in die gute Position.
- Vielleicht hilft aber auch der häufigere Einsatz Deiner Vorhand. Vielleicht machst Du damit Punkte leichter als mit dem Abwehrspiel. Das kannst nur du entscheiden. Lass Dich von Mitspielern beraten, die Dein Spiel gut kennen.

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TT-Manufaktur Carara Deep
FS Battle II 2,1
Metal TT Death ox


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BeitragVerfasst: Samstag 30. Mai 2020, 11:11 
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Kurzes Update:
Gestern war wieder Training und ich habe versucht auf zwei Punkte gezielt zu achten.
1) eine saubere Sense (Unterarm und Handgelenk durchschwingen) und siehe da, selbst mit dem P1R 1.0 konnte ich die Bälle flach und vor allem in einer Sicherheit und Länge abwehren, dass es dem Gegner deutlich schwerer war nachzuziehen. Wichtig war in diesem Zusammenhang in jedem Fall die Bewegung voll durchzuziehen bei tiefer Grundstellung. Habe ich das nicht getan, sind die Bälle schnittlos hinten rausgeflogen. Bei gut getroffenen Bällen hat man den Eindruck bekommen, dass diese wie von der Tischkante angezogen runter kommen und hinten ins Feld fallen. Und der Schnitt der da drin war. Unglaublich.
2) Nach jedem Abwehrschlag wieder einen Schritt nach vorne und in die Mitte (Grundstellung). Auf einmal hatte ich auch zeit mich für die Vorhand richtig zu stellen und war nicht zu spät dran. Ich musste mich aber des öfteren Kneifen dran zu denken, diese Punkte zu beherzigen. Da ist noch nichts automatisiert.

Auf dem gestern erstmals gespielten neuen/alten Holz scheine ich auch den P1R in den Griff zu bekommen. Konnte deutlich mehr Bälle mit vor allem besserer Qualität bringen als zuletzt. Bleibt abzuwarten, wie sich dieser Eindruck in der kommenden Woche entwickelt.
Ich habe die letzte Woche einige Kombinationen gegengetestet und mit dieser war der Eindruck wirklich am besten. Jede Kombi hat ihre Vor- und Nachteile. Diese Mischung aus Sicherheit und Gefährlichkeit war einfach ein Traum. Und alles ohne Störspiel oder Störschläge am Tisch. Selbst mit dem P1R war beim Schupf schnitt drin...

Ich werde bei Interesse berichten wie sich das weiterentwickelt

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BeitragVerfasst: Samstag 30. Mai 2020, 12:13 
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Ich stimme Bewegdich! zu. Ich habe seitedem ich auf moderne Abwehr umgestiegen bin selbst Kreisliga und Bezirksklasse vorne gespielt. In der Kreisliga ist moderne Abwehr m.E. schwer möglich aus den von beweg dich genannten Gründen. Allerdings habe ich dort gefühlt viele Spiele gewonnen, weil die Gegner ,,Angst" vor der LN hatten. Auch in der BK kann man nur teilweise vernünftig moderne Abwehr spielen... Bei mir ist es in den letzten zwei Saison rückblicken oft so gewesen, dass ich gegener die schwächeren Gegner (<1600) verloren und gegen die stärkere, offensiv spielenden Gegner gewonne habe. Letztes Jahr habe ich die Kreisrangliste und Bezirksrangliste gespielt. Da waren für mich die schönste Spiele meiner ,,Karriere". Gegen richtig starke Gegner (1700-1800) teilweise gewonnen oder knapp im fünften verloren mit richtig schönen Spielen und Ballwechseln. Da konnte ich die moderne Abwehr erstmals richtig auspacken! Ein Traum :D
Also Ergebnis habe ich mir schon überlegt mit zwei Schläger zu spielen. Einer für die reine moderne Abwehr gegen starke Gegner und einen für schwächere Gegner mit dem ich auch selbst viel aktiver sein kann. Ich weiß allerdings noch nicht ob das ein praktikable Lösung ist....

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1.)
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RH: TSP Curl P1R 1,0 mm
3.)
Holz: Gewo velox alpha carbon
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BeitragVerfasst: Montag 1. Juni 2020, 13:23 
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tioz91 hat geschrieben:
In der Kreisliga ist moderne Abwehr m.E. schwer möglich aus den von beweg dich genannten Gründen. Allerdings habe ich dort gefühlt viele Spiele gewonnen, weil die Gegner ,,Angst" vor der LN hatten. Auch in der BK kann man nur teilweise vernünftig moderne Abwehr spielen... Bei mir ist es in den letzten zwei Saison rückblicken oft so gewesen, dass ich gegener die schwächeren Gegner (<1600) verloren und gegen die stärkere, offensiv spielenden Gegner gewonne habe.

1. Es ließe sich diskutieren, ob ein offensiv spielender Gegner, der dir schön in dein System spielt, tatsächlich stärker ist als der alte Kreisliga-Recke, der dich mit seinen - vielleicht beschränkteren - Mitteln richtig ärgert. Spielstärke ist halt mehr, als nur einen technisch sauberen Topspin zu ziehen.
2. Ich bin der Meinung, dass man auf allen Ebenen moderne Abwehr spielen kann. Das ist ja nicht eine Sache der Klasse oder des Materials, sondern des Systems bzw. der Taktik. Wo ist das Problem, auch in der Kreisklass oder -liga einfach mitzuschupfen und nur die 100%-igen Chancen anzugreifen? -> Kannst du das nicht, weisst du, was du üben musst. Ich mache das oft so, dass ich im Training gegen die Spieler der unteren Mannschaften (die spielen natürlich keine Übungen!) gar nicht angreife. ALLES wird entweder zurück geschupft oder abgewehrt (nicht unbedingt nur mit US, Block, Treibschlag und Ballonabwehr muss man ja auch können) und als Aufschlag kommen nur halblange US-Aufschläge dran. Probiere das mal aus, du wirst merken, wie stark du dich auf deinen Angriff verlässt. Und das ist nicht das, was einen Verteidiger - auch einen modernen - ausmacht!
3. Außerdem (das habe ich mal auf PmB geschrieben): "Vor Kampfschupfern schützt eine höhere Klasse nicht unbedingt: https://www.youtube.com/watch?time_continue=30996&v=_4F1mwaYHYg. Was da sowohl Wang Wei als auch Hou Yingchao im letzten Satz des Halbfinales (ab 7:58:20) spielen, ist das Selbe auf höherem Niveau. Anstatt eines Schusses spielen die halt einen TS. Übrigens interessant zu sehen, wie Hou bei 3:1 Satzführung und Spielstand 9:4 für ihn zuerst die Konzentration und dann die Contenance verliert. Könnte ich sein."

tioz91 hat geschrieben:
Letztes Jahr habe ich die Kreisrangliste und Bezirksrangliste gespielt. Da waren für mich die schönste Spiele meiner ,,Karriere". Gegen richtig starke Gegner (1700-1800) teilweise gewonnen oder knapp im fünften verloren mit richtig schönen Spielen und Ballwechseln. Da konnte ich die moderne Abwehr erstmals richtig auspacken! Ein Traum

Für genau solche Sternstunden spiele ich das System und versuche, den Krampf zwischendrin auszublenden. Aber alleine wenn ein TS-Angreifer im 4. Satz entnervt bemerkt "der ist mir heute zu sicher" - das tut gut!

tioz91 hat geschrieben:
Also Ergebnis habe ich mir schon überlegt mit zwei Schläger zu spielen. Einer für die reine moderne Abwehr gegen starke Gegner und einen für schwächere Gegner mit dem ich auch selbst viel aktiver sein kann. Ich weiß allerdings noch nicht ob das ein praktikable Lösung ist....
Toll, wenn du mit mehreren grundsätzlich verschiedenen Schlägern gleichzeitig gutes Ballgefühl haben kannst. Ich bekomme so etwas nicht hin.

Gegen "Schwächere" sollte man in den meisten Fällen auch so gewinnen - sonst sind die es nämlich nicht. Hauptursache für "Schwäche" in den unteren Klassen ist m.E. meist nicht die Technik, sondern Ungeduld, Nervosität, falsche Taktik, überhastetes Vorgehen, ...

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BeitragVerfasst: Montag 1. Juni 2020, 16:28 
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Die Bezeichnung ,,stark" und ,,schwach" waren in meinem vorherigem Post grundsätzlich auf die TTR-Punkte bezogen, da das der für einzige objektive Maßstab ist. Ich meine das auch unabhängig vom Spielsystem. Es ist aber, so zumindest meine Erfahrung, dass in höheren Klasse und damit auch höherer Punkten deutlich offensiver gespielt wird. Dass es dort natürlich auch Außnahmen gibt - keine Frage-!

Ich muss dir auch widersprechen. Greift dein Gegner wenig bis gar nicht selbst an, kannst du auch keine Abwehr spielen. Daher auch keine ,,moderne Abwehr". Du musst selbst aktiv werden und, zumindest für dieses Spiel, dein Spielsystem auf offesive umstellen. Wenn ich an ,,Abwehr spielen" denke, denke ich nicht an Schupf duelle wie du Sie unter punkt 2. beschreibst. Daher denke ich auch, dass in unteren Klasse Abwehr, zumindest nach meiner Definition, nicht funkioniert.

Ich hab das mit den zwei Schlägern schonmal probiert. Ich könnte damit von Woche zu Woche wechseln. Also zwischen den einzelnen Punktspielne mit einem oder zwei Trainings dazwischen. Innerhalb eines Spiels ist das Wechseln denke ich äußerst schwer. Für mich zumindest.

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BeitragVerfasst: Montag 1. Juni 2020, 17:00 
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tioz91 hat geschrieben:
Ich muss dir auch widersprechen. Greift dein Gegner wenig bis gar nicht selbst an, kannst du auch keine Abwehr spielen. Daher auch keine ,,moderne Abwehr". Du musst selbst aktiv werden und, zumindest für dieses Spiel, dein Spielsystem auf offesive umstellen. Wenn ich an ,,Abwehr spielen" denke, denke ich nicht an Schupf duelle wie du Sie unter punkt 2. beschreibst. Daher denke ich auch, dass in unteren Klasse Abwehr, zumindest nach meiner Definition, nicht funkioniert.


Schupfen ist leider eine Pflichtdisziplin, wie ich feststellen musste. Ich muss mich oft selbst dazu zwingen wirklich auf den einen Ball zu warten den ich angreifen kann. Oft ist die Ungeduld größer und das ist fatal für Abwehrspieler.
Das sieht man aber auch bei den Profis Abwehr gegen Abwehr. Nur das Zeitspiel unterbricht häufig das Geschupfe, sonst würden die sich die Bälle stundenlang hin und her schupfen.

In den unteren Klassen, also die vermeintlich schwächeren Spieler haben oft eine enorme Schupfschwäche. Vor allem die Jüngeren schupfen oft sehr hoch zurück (danke meiner Noppe). Das ermöglicht dann häufiger den Angriff.
Im Training der Jugendlichen (bei uns zumindest) wird außer 3rd-Ball-Attack selten das Spiel gegen Abwehr bzw. Störspieler traininert.

Ok zurück zum thema. Ich habe (vor Coronapause) mal mit einem P1R auf dem joo se hyuk trainiert und damit viel Konter und Angriff auf der Rückhand gespielt. Das ging erstaunlicherweise sehr gut und störte das timing meines Trainingspartners enorm. Ich vermute mal, dass das auch mit den neuen Bällen zu tun hat.
In den Abwehrschlägen hatte ich jedenfalls sehr wenig Schnitt drin. Da bin ich vom Stiga Vertical 55 verwöhnt. Liegt aber wohl auch an meiner Technik.

Nachdem ich auf kurze Hackbewegungen umgestellt hatte ging es besser. (Ähnlich wie Chen Weixing). Schau dir mal seine Technik an. Wenn ich das richtig in Erinnerung habe, zieht er in der abwehr den Schläger vor der hackbewegung nur wenig hoch.


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BeitragVerfasst: Sonntag 2. August 2020, 15:28 
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Registriert: Montag 1. Januar 2018, 12:41
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Hey
Ein kurzes Update von mir.
Die Tipps abseits der Materialwahl in diesem Thread sind mit die besten, die ich überhaupt bisher in diesem Forum gelesen habe
Dafür schonmal vielen Dank
Für mich geht es taktisch und spielerisch genau um die Punkte Sicherheit im Schupfspiel und Geduld.

Mein größter Schwachpunkt ist der platzierte schupfball.
Man glaubt nicht wie hoch die Quote für dem eigenen Punkt ist wenn der erste schupfball von guter Qualität ist (insbesondere bei der aufschlagannahme)

Bzgl. des Materials spiele ich seit 4 Wochen dem FL2 0,5 auf der Rückhand
Vorhand und Holz entsprechend dem Thema.
Ziel ist eine dichte Rückhand und das klappt erstaunlich gut. Über den Schnitt kann ich mich nicht beklagen.
Das VKM ist halt auch schnittig.
Die größte Schwäche dieses setups sehe ich in der halbdistanz Vorhand.
Gerade mit dem 1.5er 401 ist da an Gegentopspin a la ruwen Filus oder JSH nicht zu denken
Wenn ich nach zwei drei Bällen Abwehr über die Vorhand angezogen werden und eine Art Gegenwerfer /Lob spielen möchte ist es oftmals schwierig und nicht wirklich gefährlich

Gerade diese Bälle gehen mit einem Diode V richtig gut.
Ich bin im Zwiespalt
Das VKM mit dem 1.5 er 401 gibt mir viel schnitt und Kontrolle am Tisch
Aus der HD kann ich allerdings offensiv nicht mit den Angreifern mitgehen und auch die schnittabwehr empfand ich mit dem Diode konstanter /besser
Vorhand Abwehr ist nicht mein Ding. Wenn der Ball lang auf die Vorhand kommt wird der Schalter auf Angriff umgelegt
Wenn ich gut stehe kann ich auch mit VKM und dem 401 auch vernünftig angreifen, jedoch gefühlt mit angezogener Handbremse
In meinem letztjährigen direkt Vergleich mit VKM und Diode v jeweils mit p1r war allerdings die Abwehr mit dem Diode stabiler und sicherer
Ob sie auch schnittiger war kann ich garnicht mehr sagen

Der 401 passt aber nicht auf das Diode....
Hier müsste/ würde ich auf einen Vega pro 1.8 zurückgreifen mit allen vor- und Nachteilen

Man muss den Vorteil des einen setups aufgeben um den Vorteil des anderen Setups zu haben

Das beste wäre vermutlich die kommenden 4 Wochen genauso weiter zumachen wie die letzten 4
Also bei der Kombi VKM , 401 und Long 2 zu bleiben und die ersten Punktspiele abzuwarten wie es damit läuft

Bei Trainingsspielen gegen bekannte Gegner fehlt mir ein genaues Feedback wo ich stehe da mich die Gegner halt kennen

_________________
Moderner Abwehrspieler


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BeitragVerfasst: Sonntag 2. August 2020, 18:29 
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Habe selbst gerade vom Victas VS 401 in 1,5 mm auf den Victas VS 402 Double Extra in 1,8 umgestellt, weil mir der Topspin mit dem 401 zu lahm war. Ergebnis: Keine große Technikumstellung nötig, Topspin, gerade aus der Halbdistanz, viel besser (mehr Spinbogen, bessere Länge, höheres Tempo bei gleichem Kraftaufwand), giftige Schupfbälle gehen mit dem 402 Double Extra auch. Natürlich ist er schneller, man muss beim Schupfen und Blocken schon mehr aufpassen als beim 401 in 1,5 mm, bei dem man ja praktisch alles mit senkrechtem Blatt blocken kann. Vielleicht wäre der was für dich.

_________________
Holz: Der Materialspezialist Invictus
Vorhand: Barna Original Legend Half Long ox
Rückhand: Victas VS 402 Double Extra, 1,8 mm


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