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 Betreff des Beitrags: Re: neues Tachi 2019
BeitragVerfasst: Donnerstag 28. Februar 2019, 01:46 
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ist es auch...sowohl die Vor- wie Rückhand ist schneller ausgelegt - das muß aber auch so sein, weil mit dem Plastikball der nötige "Druck" sonst fehlt. Ich habe mit dem alten Tachi mit dem Plastikball Tests durchgeführt und dafür ist es einfach zu langsam ausgelegt, man wird viel zu oft zu leicht abgeschossen bzw. die Bälle haben nicht die Gefährlichkeit, die sie haben könnten. Beim neuen Tachi ist das Tempo schon ein Stück höher gesetzt, aber die Rückhand (für mich der wichtigere Teil, weil ich sehr rückhandlastig spiele) mit Plastik (ABS) dennoch so kontrolliert wie das alte Tachi mit Zelluloid Bällen. Die Vorhand hat aber einen sehr flachen Ballabsprung, das muß man berücksichtigen beim Block und beim Top Spin auf Unterschnitt - wenn man aber einmal den "Dreh" raus hat, dann kann man super gefährliche Topspins mit einem guten Tempo spielen.

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 Betreff des Beitrags: Re: neues Tachi 2019
BeitragVerfasst: Donnerstag 28. Februar 2019, 10:11 
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eine gute Taktik, eine gute Technik, eine gute Bewegung zum Ball war auch unter dem Celluloidball sehr wichtig, um in höheren Klassen mitspielen zu können. Das hat sich mit dem Plastikball jetzt eher noch verschärft, weil wir einen neuen Ball von unserem Kopf her akzeptieren und unsere Spieltaktik anpassen müssen. Das heißt also, das alle Spieler, die noch mit Celluloid spielen, mit Plastik mehr Zeit in eine ausgefeilte Technik und in eine schnellere Bewegung zum Ball investieren müssen, um erfolgreicher mit P-Ball spielen zu können. Unsere Nachbarn in Europa sind uns hier schon 1 Jahr voraus, weil Sie dort den Plastikball ja schon spielen. Und die haben sich genauso schwer in der Umstellung getan. Das geht aber schnell vorüber, wenn wir unseren Spaß am tischtennisspielen behalten. Dann wird die Meßlatte auch wieder ansteigen. Eine Umgewöhnung ist immer sehr schwierig, weil die meisten Tischtennisspieler, gerade im Erwachsenenbereich, nicht gerne üben, sondern spielen wollen.. Das weiß ich aus eigenen Erfahrungen, als ich 2008 von der Glattnoppe Fakir auf den griffigen Grass D-Tec umgelernt hatte. Ich habe dafür damals selbst ein halbes Jahr benötigt, bis mein Spiel mit griffigen LN wieder gefährlich für den Gegner wurde. Und die Meßlatte wird heute von den Verbänden immer höher angesetzt; siehe der neue Ball, den ,man auch nicht mehr in der Hand andrehen kann. Verdeckte verbotene Aufschläge unter der Hand, die bisher in unteren Klassen toleriert wurden, haben plötzlich keinen Nutzen mehr.

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 Betreff des Beitrags: Re: neues Tachi 2019
BeitragVerfasst: Donnerstag 28. Februar 2019, 23:09 
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So, die erste Trainingseinheit liegt hinter mir (Kreisliga, WTTV). Zeit für eine erste (vorsichtige) Einschätzung.
4olaf hat geschrieben:
ein druckvolles Spiel ist mit dem Tachi 2019 eher schwerer aufzubauen (zumindest auf der RH) - dafür ist es ein echtes Bringer-Holz, man kann kurz ablegen, den Ball abtopfen lassen, aber auch aus der Distanz richtig in den Ball "reingehen" ohne die Befürchtung haben zu müssen, dass der Ball über die Platte fliegt.
Diese Probleme hatte ich nicht. Wenn man mit dem Holz Gas gibt, kommt auch ordentlich Speed dabei raus. Ich musste mich eher bremsen. Passiv ist es allerdings wirklich sehr kontrolliert.
4olaf hat geschrieben:
Es ist ein kontrolliertes Allround Holz mit einer defensiveren Rückhand, wo Kontrolle und Spielgefühl im Vordergrund stehen.
Ich würde es als Off- Holz einstufen (aktiv gespielt sogar Off) mit einer etwas langsameren (AR) Rückhand.
4olaf hat geschrieben:
Der große Spaß am Tachi 2019 ist - wie schon geschrieben - nicht der mordermäßige Spin oder das druckvolle Tempo, was den Gegner in Nöten bringt, sondern das harmonische Spielverhalten von Rückhand und Vorhand mit dem tollen und sicheren Ballgefühl beim Plastikball
Diese Aussage deckt sich mit meinen ersten Trainingseindrücken. Insbesondere im passiven Spiel hat man wirklich beidseitig eine sehr gute Kontrolle.
4olaf hat geschrieben:
Die Vorhand hat aber einen sehr flachen Ballabsprung, das muß man berücksichtigen beim Block und beim Top Spin auf Unterschnitt.
Genau das ist bislang der Knackpunkt. Normalerweise attackiere ich mit der Vorhand so schnell wie möglich, und zwar mit einer schnellen Topspin-Eröffnung, die also mehr nach vorn als nach oben gezogen ist. Leider funktioniert das bislang nicht so gut. Ich habe den Eindruck, dass die Flugkurve um so flacher wird, je mehr Druck ich beim Anziehen aufbaue. Dadurch landen viele dieser Bälle im Netz.
4olaf hat geschrieben:
wenn man aber einmal den "Dreh" raus hat, dann kann man super gefährliche Topspins mit einem guten Tempo spielen.
Das ist auch meine Hoffnung. Beim nächsten Training werde ich versuchen, weicher (und mehr nach oben) zu eröffnen und erst beim Nachziehen Druck nach vorn aufzubauen.

Als Zwischenfazit nach diesem ersten Test kann ich sagen, dass das Holz vor allem für solche Spieler optimal geeignet ist, die in ihrem Spiel vor allem auf Sicherheit und gute Ballplatzierung setzen. Für reine Topspinspieler könnte der flache Ballabsprung problematisch sein, für kompromisslose Angreifer mit einem direkten Konter- und Schuss-Spiel ist das Tempo wahrscheinlich etwas zu gering.

Für mich persönlich ist auch die Blattstärke (11,9 mm) erst mal wieder gewöhnungsbedürftig. Gegen mein Mephisto (7001) wirkt das Blatt geradezu monströs dick.


Zuletzt geändert von Magic_M am Freitag 1. März 2019, 10:29, insgesamt 1-mal geändert.

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 Betreff des Beitrags: Re: neues Tachi 2019
BeitragVerfasst: Freitag 1. März 2019, 08:42 
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Konnte das Holz gestern kurz testen und muss sagen ich empfinde es schon sehr schnell im Vergleich zum Vorgänger ansonsten für Balsa recht knackig im Sinne von Härte.

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 Betreff des Beitrags: Re: neues Tachi 2019
BeitragVerfasst: Freitag 1. März 2019, 08:50 
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 Betreff des Beitrags: Re: neues Tachi 2019
BeitragVerfasst: Freitag 1. März 2019, 15:32 
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hierzu muß ich sagen, dass das Tachi 2019, was ich als ERSTES bekommen habe, nicht mehr mit der aktuell ausgelieferten Version zu tun hat in Sachen Geschwindigkeit. Das erste Testmuster war noch etwas "behäbig" und habe das Achim so auch vermittelt. Weitere Versionen vom Tachi waren wesentlich flotter auf der Vorhand, deswegen kommt es hier zu unterschiedlichen Eindrücken. Ich es jetzt die VH nicht mehr als "Allround" einstufen.

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 Betreff des Beitrags: Re: neues Tachi 2019
BeitragVerfasst: Freitag 1. März 2019, 16:08 
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Die Basis der Hölzer ist bei allen gleich. Sie unterscheiden sich nur in den Zusatzoptionen wie mcp oder emk voneinander und im KSLS-System, das bei Klein-, Mittel- und Großblättern ebenfalls einen anderen Verlauf bekommt.
Das KSLS-System ist das entscheidende Glied in der Kette. Hier kann ich ein Holz so verändern, das es an Druck verliert und dadurch sehr langsam wird. Ich kann es aber auch lebendiger machen als es zuvor war, in dem ich die Flexibilität der Spielflächen erhöhe. Das Masseverhalten des Holzes muß höher werden, da der neue Ball alles andere als spinfreudig ist. Durch die Erhöhung des Masseverhalten ist nun aber die 8 mm Balsaschicht durch die Drehung des Balsakernes bei den Testhölzern anfälliger gegen Tempo geworden, so dass die Ballflugkurve bei Passivblock extrem niedrig war, wenn der Gegner offensive Gegenattacken spielte. Man gerät da viel zu schnell unter Druck und kann auf das Anheben des Balles nicht mehr rechtzeitig reagieren, was zu großen Spielunsicherheiten führte.

Bitte, das betrifft aber nicht die normalen Spielgeräte. Da läuft der Innenkern in einer Rechtsdiagonale, die in der VH und RH wiederum seitenverkehrt anders herum verläuft und dann viel Widerstand beim ballkontakt auf beiden Spielflächen leistet. Somit wird bei viel Schnittverhalten oder TS-Verhalten die Ballflugkurve wieder stärker angehoben. Das Problem ist also nur bei den Testhölzern entstanden als ich die Diagonale nach links drehte.

@4olaf
Ja, Du hast recht. Das erste Testmodell war langsamer und damit die ganz neuen Testmodelle wieder zu dem allroundverhalten hinkommen, habe ich nun bei den neuen Testhölzern eine rechtsverlaufende Kreuzdiagonale mit 4 mm Schichten eingebaut. So kommen wir wieder auf die gleiche Blattstärke! Jedoch steigen die Spielbälle nun in der VH mehr an, weil das Schnittverhalten steigt, während diese in der RH entgegengesetzt noch weiter fallen müssen.

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 Betreff des Beitrags: Re: neues Tachi 2019
BeitragVerfasst: Freitag 15. März 2019, 19:50 
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Mein überarbeitetes Tachi 2019 ist heute angekommen. Einen Unterschied erkennt man sofort:
statt eines einschichtigen 8 mm Kerns wurde bei diesem Holz ein geteilter Kern von 2x 4 mm verbaut,
analog zum Rapier 44. Ich bin gespannt, wie sich das auswirken wird. Am Montag wird es getestet.

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 Betreff des Beitrags: Re: neues Tachi 2019
BeitragVerfasst: Freitag 15. März 2019, 21:32 
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ich verspreche Dir, es verhält sich GANZ anders ... ich finde es Top!

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 Betreff des Beitrags: Re: neues Tachi 2019
BeitragVerfasst: Montag 18. März 2019, 23:43 
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So, die erste Trainingseinheit mit der überarbeiteten Version des Tachi 2019 liegt nun hinter mit und es überwiegen ganz eindeutig die positiven Eindrücke.
achim hat geschrieben:
damit die ganz neuen Testmodelle wieder zu dem allroundverhalten hinkommen, habe ich nun bei den neuen Testhölzern eine rechtsverlaufende Kreuzdiagonale mit 4 mm Schichten eingebaut. So kommen wir wieder auf die gleiche Blattstärke! Jedoch steigen die Spielbälle nun in der VH mehr an, weil das Schnittverhalten steigt, während diese in der RH entgegengesetzt noch weiter fallen müssen.
Zumindest für die Vorhand kann ich das 1:1 so bestätigen. Die Flugkurve ist eindeutig höher als beim ersten Holz. Das gilt ganz besonders, wenn man den Ball eher gefühlvoll als auf Tempo anzieht. Eigentlich gibt es kaum einen Ball, den ich so nicht anziehen kann. Was geblieben ist, ist die Tatsache, dass der Ballabsprung etwas flacher wird, wenn man die Bälle mehr auf Tempo anzieht. Das ist immer noch etwas ungewohnt, ich denke aber, das kriegt man mit der Zeit in den Griff und kann es sogar positiv nutzen.

Das Absprungverhalten auf der RH ist (zumindest bei meinem Holz) aber nicht flacher geworden. Auch dort empfinde ich den Ballabsprung höher als bei dem ersten Testholz, aber definitiv flacher als auf der Vorhand. Auch das gefällt mir gut.

Etwas Probleme habe ich mit dem Gesamtgewicht (187g mit den beiden Cornilleau Target Pro GT x51 Belägen in 2,0 mm). Das ist eben ein relativ schwerer Belag und so ein Re-Impact-Mittelblatt ist nun mal nicht gerade klein. Das Resultat ist eine (zu) kopflastiges Holz, mit all den damit verbundenen Vorteilen (Topspin) und Nachteilen.

Für das nächste Training werde ich die Beläge wechseln. Mein Plan ist es, dünnere Beläge zu wählen, die zudem etwas leichter sind. Auf der Vorhand wird das voraussichtlich der Tenergy 05 FX in 1,7 mm sein und auf der Rückhand der Andro Rasanter R47, ebenfalls in 1,7 mm. Ich hoffe, dass sich die Balance dadurch verbessern wird.

Noch ein Wort zum Tempo: da hat sich meine Einschätzung vom ersten Training (mit dem ersten Testholz) nicht verändert. Für mich ist das ein Off- Holz mit Tendenz zum Off, wenn man aggressiv in die Bälle geht. Für mich persönlich dürfte es ruhig etwas langsamer sein. Ich bin nun mal kein Holzexperte und kann die Auswirkungen der möglichen Veränderungen nicht einschätzen. Trotzdem würde ich über eine Reduzierung des Balsakerns nachdenken, aber trotzdem bei dem geteilten Kern bleiben. Vielleicht würden 2x2 mm auch schon ausreichen, mit Sicherheit aber 2x3 mm. Aber wie gesagt: ich bin kein Holzbauer.
achim hat geschrieben:
Das KSLS-System ist das entscheidende Glied in der Kette. Hier kann ich ein Holz so verändern, das es an Druck verliert und dadurch sehr langsam wird. Ich kann es aber auch lebendiger machen als es zuvor war, in dem ich die Flexibilität der Spielflächen erhöhe.
Vielleicht ist ja auch eine Modifizierung des KSLS-Systems die Lösung. Trotzdem glaube ich, dass es besser wäre, das Spielverhalten "lebendig" zu halten und lieber den Kern zu reduzieren. Aber wer weiß: vielleicht bringen die dünneren Beläge ja auch schon das gewünschte Resultat.


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 Betreff des Beitrags: Re: neues Tachi 2019
BeitragVerfasst: Samstag 23. März 2019, 16:36 
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Magic_M hat geschrieben:
Etwas Probleme habe ich mit dem Gesamtgewicht (187g mit den beiden Cornilleau Target Pro GT x51 Belägen in 2,0 mm). Das ist eben ein relativ schwerer Belag und so ein Re-Impact-Mittelblatt ist nun mal nicht gerade klein. Das Resultat ist eine (zu) kopflastiges Holz, mit all den damit verbundenen Vorteilen (Topspin) und Nachteilen. Für das nächste Training werde ich die Beläge wechseln. Mein Plan ist es, dünnere Beläge zu wählen, die zudem etwas leichter sind. Auf der Vorhand wird das voraussichtlich der Tenergy 05 FX in 1,7 mm sein und auf der Rückhand der Andro Rasanter R47, ebenfalls in 1,7 mm. Ich hoffe, dass sich die Balance dadurch verbessern wird.
Dieser Plan ist aufgegangen. Mit den beiden 1,7 mm Belägen hat sich das Gesamtgewicht von 187g auf 171g reduziert.
achim hat geschrieben:
damit die ganz neuen Testmodelle wieder zu dem allroundverhalten hinkommen, habe ich nun bei den neuen Testhölzern eine rechtsverlaufende Kreuzdiagonale mit 4 mm Schichten eingebaut. So kommen wir wieder auf die gleiche Blattstärke! Jedoch steigen die Spielbälle nun in der VH mehr an, weil das Schnittverhalten steigt, während diese in der RH entgegengesetzt noch weiter fallen müssen.
Magic_M hat geschrieben:
.....Das Absprungverhalten auf der RH ist (zumindest bei meinem Holz) nicht flacher geworden. Auch dort empfinde ich den Ballabsprung höher als bei dem ersten Testholz, aber definitiv flacher als auf der Vorhand.
Diese Aussage nehme ich zurück. Keine Ahnung, woran es lag. Aber zumindest hat sich dieser Eindruck im 2. Training nicht bestätigt. Achim hat mit seiner Vorhersage Recht: der Ballabsprung auf der RH ist flacher geworden.

Nun zu den aktuellen Eindrücken:
Die Stärke dieses Holzes liegt eindeutig in der "Leichtgängigkeit" und den Spineigenschaften, wenn man den Ball weich anzieht. Das klappt wirklich IMMER. Selbst mit dem T05FX in 1,7 mm gehen aber noch immer zu viele Bälle hinten raus, wenn man den Topspin mit langer Armbewegung voll durchzieht. Entweder muss ich mich wirklich zu einer kürzeren und weniger kraftvollen Armbewegung zwingen oder aber probiere es mal mit noch unkatapultigeren Belägen, und genau das werde ich beim nächsten mal versuchen. Allerdings wird dieser Test noch etwas auf sich warten müssen, weil wir in der nächsten Woche zwei Meisterschaftsspiele haben und das Training daher ausfällt. Anfang April (in der Woche vor Ostern) geht es also weiter mit dem Test.

PS: Inzwischen experimentiert übrigens ein weiterer Holzbauer mit Kork. Allerdings setzt der es (bei einem symmetrischen Aufbau) als Kernfurnier ein. Im Gegensatz zu Achim`s Hölzern hat die Korkeiche dort einen Anteil von mindestens 60% der gesamten Blattstärke.


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 Betreff des Beitrags: Re: neues Tachi 2019
BeitragVerfasst: Dienstag 26. März 2019, 18:14 
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Ich habe in der letzten Woche auch mein Tachi zum testen erhalten. Es ist ein Mittelblatt, Rechtsauslage und wiegt 75gr.
Zu meiner Person wäre noch zu sagen, TTR ca. 1400, älteres Semester, spiele nur noch unregelmäßig in der 3. Kreisklasse WTTV. Gehöre eher zu den passiven Spielertypen.
Mein derzeitiges Spielholz ist seit ein paar Wochen das neue NSD, 72 gr., FX-S 2,0, D-Tecs OX.
Davor siehe unten. Mit diesen Belägen habe ich auch meinen ersten Tachi-Test durchgeführt.

Im letzten Jahr habe ich relativ lange das normale Turbo getestet, nachdem ich einige Jahre nicht mehr mit Re-impact gespielt habe. Konnte mich dann aber zuallerletzt nicht für das Turbo entscheiden.
Früher habe ich erst das Hydra dann Taipan und zum Schluss Tachi gespielt.
Damals bin ich weg von Re-impact, da ich, besonders in Meisterschaftsspielen, bei starker Anspannung, den bestehenden Katapult des Tachi auf der RH in Verbindung mit dem D-Tecs als sehr störend empfunden habe. Wobei ich dazu sagen muss, dass dies z.B. beim Taipan und zuletzt beim Turbo nicht so ausgeprägt der Fall gewesen ist. Eigentlich hätte ich beim Taipan bleiben sollen, aber die Testeritis und der Drang nach was neuem war größer.

Beim Einspielen auf der VH mit dem neuen Tachi konnte ich sofort feststellen, wie einfach das Kontern fällt, da der Ballabsprung nicht niedrig ist, sondern mir eher relativ hoch vorkam. Höher nach meinem Empfinden als beim Turbo. Was auch auf Anhieb sehr gut funktionierte war der Schuss. Für meine Verhältnisse, genauso wie das Kontern, sehr sicher. Gespielt habe ich übrigens mit Tibhar ABS Trainingsbällen, Farbe blau.
Das Tempo ist auf der VH im ALL+ bis in den OFF Bereich angesiedelt. Beim Topspin hatte ich auch Probleme ähnlich wie MM, dass mir einiges über die Platte ging. Da muss ich mich noch ein wenig um gewöhnen.
Insgesamt gefällt mir die VH, nach dem ersten Eindruck sehr gut, da sie auch die bekannte "Re-impact Leichtigkeit" besitzt. Ich hatte aber den Eindruck, dass die Spinentwicklung im Vergleich zu neuen NSD geringer bei Topspin und Aufschlag ausfällt. Dies ist aber beim neuen NSD, meiner Meinung nach, besonders gut.
Aber leider gibt es noch eine für uns Materialspieler nicht so unwichtigere RH-Seite. Bei dieser macht sich der bekannte Balsakatapult, wie eigentlich bei jedem Balsaholz, welches ich gespielt habe, in Verbindung mit dem D-tecs OX, störend bemerkbar. Diesen Katapult finde ich auf der VH-Seite als sehr angenehm aber auf der RH eher unangenehm. Aber wie gesagt, ich komme von langsamen Carbonhölzern die ein ganz anderes Spielverhalten zeigen. Daher will ich jetzt noch nicht genauer auf die RH eingehen.
Für die RH ist der D-tecs auch bestimmt nicht die beste Wahl. Ich werde jetzt als nächstes den Death Metal auf dem Holz testen.
Es scheint mir so, dass das Tachi eher aktiv gespielt werden sollte. Mal schauen, ob ich das umsetzten kann.
Leider habe ich das gleiche Problem wie MM, wir haben noch drei Meisterschaftsspiele in den nächsten Wochen. Daher werde ich wahrscheinlich erst danach richtig intensiv mit dem Test fortfahren können.

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 Betreff des Beitrags: Re: neues Tachi 2019
BeitragVerfasst: Dienstag 26. März 2019, 23:19 
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Das Problem an einer "langsamen" Rückhand ist der ABS Plastik Ball...beim Zelluloid konnte man da auch viel Spin langsam noch zurückgeben, beim Plastikball wird man da eher abgeschossen (okay, kommt auch auf die Spielklasse an) - aber der ABS Ball macht es nun einmal für den Gegner leichter, Bälle zu retounieren. Spielt man diese nun "langsam" oder versucht mit Noppen den Ball dann zu "stoppen", geht das meistens nicht gut aus...

Ich kenne das von unseren Noppen/Anti Spielern - wo ich vorher schon mal Probleme gehabt habe, weiterzuziehen oder den mal ohne Schnitt zu flippen auf die Noppen, dass der Noppenspieler da noch doofer dasteht (wenn er nicht den Schläger drehen kann), ist mit dem ABS Plastik das jetzt kein Problem mehr. Das Material macht kaum noch Probleme, wenn man "defensiv" bzw. "passiv" damit spielt...also einfach mal hinhalten wird meistens nicht mehr gehen. Deswegen muß man mit Noppen (leider für einige) aktiver spielen und dafür benötigt man auch ein bisschen Tempo dabei. Spielen die Gegner von mir z.B. aktiver mit den Noppen, dann komme ich weniger zu meinem Spiel, kann dem Gegner weniger meine Bälle "aufzwingen".

Klar darf die Kontrolle dabei nicht verloren gehen bzw. sie sollte schon da sein. Wenn, dann könnte man eventuell einen anderen Noppenbelag testen, ob der besser harmoniert - dazu kann ich leider zu wenig sagen, weil ich beide Seiten glatt spiele. Bloß meine Erfahrung (vor allem halt bei meinem eigenen Spiel mit glatten Belägen) und bei dem Gegner mit Material ist, wenn man zu passiv mit dem Plastikball spielt, geht man unter...mit passiv meine ich aber nicht, dass man nicht kurz kurz spielen oder den Ball einfach mal "abtropfen" kann etc. - aber die Platzierung MUSS da sein und der Spieldruck in den harten Plastikball muß auch stärker werden. Mit einem katapultigen Holz läßt sich so ein Spiel leichter bewerkstelligen und man muß vielleicht auch wieder erst mal das Katapultverhalten von einem Balsa Holz "lernen", wenn man konventionell gespielt hat.

D.h. aber nicht, das Balsa Hölzer jetzt DIE Lösung sind - ich habe z.B. nebenbei auch mal wieder nicht-Balsa Hölzer gespielt und mußte immer wieder feststellen, dass die Gegner wesentlich weniger Probleme hatten mit meinen Bällen, weil sie das lineare Spiel besser gewohnt sind. Teilweise hatte ich wesentlich mehr Spin drin, teilweise sogar richtig schnelle Hölzer - aber da war meine eigene Fehlerqoute auch entsprechend höher bzw. der Spin hat nur bei den Angaben mir etwas gebracht, nicht im Spiel selbst. Sobald ich aber Balsa Hölzer gespielt habe (je nachdem, wieviel Eigenkatapult die besitzen), wurde es für die Gegner unangehmer. Und ich spreche hier von Trainingspartnern, die Landesliga bis hin zur NRW-Liga (ehemalige Regionalligaspieler) zur Zeit spielen, die mir das so auch bestätigen.

Als erstes muß man sich aber selbst mit dem Holz "wohlfühlen" - wenn einem eine Seite (Vorhand oder Rückhand) nicht passt (weil z.B. einfach der Katapult nicht harmoniert mit dem Belag), dann ist das Holz nicht für diesen Spielertyp geeignet. Man sollte erst mal versuchen dann andere Beläge zu testen (weniger Katapult, anderer Schwamm oder andere Noppen), ob sich das Spielverhalten dann grundlegend ändert.

Achim kann sicherlich auch die Rückhand so gestalten, dass der Katapult da noch weniger ausgeprägt sein wird. Ich empfand ihn z.B. bei einigen Test Tachi 2019 Versionen als eher zu langsam - bin aber generell auch eher etwas schnellere Hölzer bzw. katapultigere Hölzer gewohnt für meine Spielweise.

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 Betreff des Beitrags: Re: neues Tachi 2019
BeitragVerfasst: Mittwoch 27. März 2019, 10:01 
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@Sauernoppe @Magic_M
wenn das noch zu schnell für euch ist, dann habe ich auch noch eine Schnarchversion da in 2-4-kk nach dem Swift 24 Prinzip übernommen. Da der Plasticball generell weniger Schnitt und Effet macht, ist die Umgewöhnung am Anfang sehr schwierig. Weil der Spielball bei einer zu langen Ballbewegung plötzlich vor uns runterfallen kann, eben weil dieser sichtbar an Spin verloren hat, sind aktivere Bewegungen zum Ball nun angebrachter. Warte ich solange, schlage ich evtl. Luftlöcher über den abtauchenden Spielball..

Viele wünschen sich außerdem eine schnelle Vorhand und dazu die langsamste Rückhand, die Sie bekommen können und die nach Möglichkeit pflegeleicht sein soll. Das beißt sich natürlich. Ein schnelles Holz mit einer extrem langsamen Rückhand; das geht nur mit Balsafurnieren, die als Endfurnier unbehandelt bleiben.
Aber wenn Testhölzer immer wieder mit Dellen und kleinen Nagelspuren im Griff (Turbo 82) zurückkommen, dann packt mich immer die Wut, weil es Menschen gibt, die Hölzer aus der Neugier heraus absichtlich beschädigen und für den entstandenen mutwilligen Schaden Ihrer Nagelspuren dann nicht aufkommen wollen.

Wer sich ein Balsaholz kauft, der muß dieses auch ein wenig mehr pflegen, um die entscheidenden Vorteile gegenüber anderen Tischtennisspielern im Mannschaftssport und -wettkampfsport zu haben.

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Zuletzt geändert von achim am Donnerstag 28. März 2019, 08:57, insgesamt 1-mal geändert.

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BeitragVerfasst: Mittwoch 27. März 2019, 13:07 
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Bei allen technischen Finessen/Eigenschaften und Unzulänglichkeiten sollte dem Enduser das was Achim beschrieben hat von Anfang an klar sein. Diese weichen Hölzer sind am Ende was für Leute die entweder sehr sorgsam mit dem Material umgehen ( Achtung auch auf Schweiß ! ) oder entsprechende Vorsichts/Pflegemaßnahmen walten lassen. Diesen Prozentsatz an Spielern schätze ich sehr gering ein. Der Rest muss halt bei entsprechender Nachlässigkeit alle 1-2 Jahre das Holz ersetzen oder reparieren lassen.

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